Neuer Fahrplan 2027
MVG streicht Linien und kürzt Takte ab Dezember
30.07.2026 – 12:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft steht unter Kostendruck. Das Busnetz soll deshalb mit dem neuen Fahrplan ausgedünnt werden. Auch bei der Tram gibt es Kürzungen.
Der Münchner Stadtrat hat am Mittwoch (29.7.) ein Sparprogramm für die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beschlossen. Mit dem neuen Fahrplan, der am 13. Dezember in Kraft tritt, sollen im kommenden Jahr 14 Millionen Euro eingespart werden. Rund die Hälfte davon entfällt auf das Busnetz, wo Linien gestrichen, zusammengelegt oder auf kürzere Strecken reduziert werden.
Hintergrund des als „Anpassungsprogramm“ bezeichneten Sparpakets sind gestiegene Kosten für Personal und Energie sowie der Wegfall von Fördermitteln des Freistaats Bayern in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Die Stadt München bezuschusst den MVG-Betrieb jedes Jahr mit 130 Millionen Euro. Dazu kommen weitere 130 Millionen Euro der Stadtwerke München an ihre Tochtergesellschaft.
Ringbus-Linie 58/68 wird eingestellt
Die größten Änderungen betreffen das Busnetz. Die Linie 52 fährt künftig zwischen Marienplatz/Tal und Tierpark und nimmt dabei eine neue Route über die Ludwigsbrücke und Zeppelinstraße, in Gegenrichtung über die Lilienstraße. Damit wird auch die nördliche Au besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Der Bus 132 verkehrt künftig nur noch zwischen Isartor und Forstenrieder Park und zu Hauptverkehrszeiten im Zehn-Minuten-Takt. Die Verstärkerbusse bis Implerstraße entfallen.
Die 2018 eingeführte Ringbus-Linie 58/68 wird nicht mehr angeboten. Der 58er geht in der Linie 100 auf und fährt von der Silberhornstraße über den Hauptbahnhof rund um die Innenstadt zum Ostbahnhof. Der 68er wird mit der Linie 184 zur neuen Linie 101 zusammengelegt und ist zwischen Bruno-Walter-Ring und Hauptbahnhof zur Silberhornstraße unterwegs. Den Abschnitt Herkomerplatz bis Silberhornstraße über den Ostbahnhof bedienen die Linien 54 und 64.
Auch der Expressbus X30 wird eingestellt. Er geht in der neuen Linie 64 auf, die zwischen Lorettoplatz und Arabellapark alle Haltestellen bedient. Die MVG begründet die Abschaffung damit, dass der X30 wegen des hohen Verkehrsaufkommens „kein wirklicher Expressbus“ gewesen sei.
Gasteig soll weiterhin erreichbar bleiben
Die Linien 54 und 153 fahren künftig kürzere Strecken, der Bus 187 verkehrt zwischen Arabellapark und Richard-Strauss-Straße. Die Buslinien 174 und 179 im Norden der Stadt werden ganz aufgegeben. Die Linie 174 bediente bisher vier, die Linie 179 sieben Haltestellen. Ihre jeweiligen Endhaltestellen Dientzenhoferstraße und Olschewskibogen werden künftig durch die Linien 171 und 172 angefahren.
Auf geplante Taktkürzungen bei der Linie 139 verzichtet die MVG. Der Gasteig HP8 in Sendling bleibt bis zum Abend durch die Linie 64 erreichbar. MVG und Gasteig GmbH wollen ein Angebot abstimmen, das den Bedürfnissen der Konzertbesucher bis 23 Uhr gerecht wird.











