„Herzzerreißendes Schluchzen“
Mutter lässt Kinder allein: Wanderer sind fassungslos
Aktualisiert am 26.10.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Wandergruppe trifft in den Bergen auf zwei zurückgelassene Kinder. Was diese erzählen, erschüttert die Wanderer.
Eine Mutter hat bei einer Wanderung in den Bieszczady-Bergen im Südosten Polens ihre Kinder im dichten Nebel zurückgelassen. Eine Wandergruppe des polnischen Touristenvereins PTTK aus Rzeszów entdeckte die acht- und 14-jährigen Brüder, wie aus einem Facebookpost des Vereins hervorgeht. Die Frau war offenbar alleine weitergegangen, weil ihre Kinder die Tour nicht fortsetzen wollten.
Dem Beitrag zufolge waren die Wanderer am vorvergangenen Samstag (17. Oktober) am Berg Bukowe Berdo unterwegs, als sie nahe einer Weggabelung Laute vernahmen. „Plötzlich sind das herzzerreißende Schluchzen und der Schrei eines Kindes zu hören“, heißt es in dem Post. Am Wegesrand hätte die Gruppe zwei orientierungslose Jungen angetroffen. Der achtjährige Junge habe bitterlich geweint.
Auf Nachfrage hätten die Brüder erklärt, ihre Mutter habe sie zurückgelassen, um alleine den Gipfel zu erreichen. Dieser sei von der Stelle aus noch etwa eine Stunde Fußmarsch entfernt gewesen. Weil die Kinder nicht mehr weitergehen wollten, habe die Frau ihnen gesagt, sie sollten 15 Minuten auf sie warten. Den Jungen zufolge war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich mehr als eine Viertelstunde vergangen.
Die Wandergruppe kümmerte sich daraufhin um die beiden Kinder und versuchte, sie zu beruhigen. Der jüngere Bruder habe zwischenzeitlich den markierten Wanderweg verlassen und versucht, in das nebelverhangene Gebiet hinabzusteigen.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Facebook-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Facebook-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Wanderin zeigt wenig Einsicht
Etwa eine Viertelstunde später sei die Mutter schließlich aufgetaucht. Mit ihrem Verhalten konfrontiert, habe die Frau kaum Einsicht gezeigt. Sie habe erklärt, nur kurz weg gewesen zu sein. Außerdem hätten ihre Söhne sie dazu gedrängt, ihr Wanderziel aufzugeben.
„Keine Reue, kein Schuldgefühl. Ein erzwungenes ‚Entschuldigung‘ kommt erst über ihre Lippen, als ich ihr sage, dass dies einen Straftatbestand darstellt“, schreibt der Autor des Facebookbeitrages. „Meine Antwort, dass sie sich nicht bei mir, sondern bei den Kindern entschuldigen müsse, blieb ohne Reaktion“, so der Verfasser weiter.