Block-Entführung
Mutmaßlicher Kidnapper-Chef wird weiter befragt
20.01.2026 – 01:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Er soll die Entführung der Block-Kinder geplant haben. Nun sagt der 68-Jährige erneut vor Gericht aus. Eine Aussage belastet die Angeklagte besonders.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder steht am Landgericht Hamburg erneut ein brisanter Zeuge im Mittelpunkt: Der mutmaßliche Kopf hinter der Kindesentführung wird zum fünften Mal befragt.
Der 68-jährige Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert und durchgeführt haben. Er ist selbst Beschuldigter in dem Fall und wurde bis vor einigen Wochen mit Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu. Zu den sieben Angeklagten im aktuellen Prozess gehört er jedoch nicht.
Bereits im Dezember war der Mann an drei Tagen befragt worden. Dabei machte er eine Aussage, die die Angeklagte Christina Block schwer belastet: Kurz vor der Entführung habe es ein Treffen in einem Hotel der Block-Gruppe gegeben, nachdem er ein Team zusammengestellt hatte. Auch Christina Block habe daran teilgenommen und dem Team gedankt, dass es die Kinder retten wolle.
Der damals zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter waren laut Anklage von der israelischen Sicherheitsfirma gewaltsam vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark entführt worden. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die 52-jährige Christina Block die Auftraggeberin war. Sie bestreitet das.










