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Home » Multitasking hat auch mit viel Übung Grenzen
Gesundheit

Multitasking hat auch mit viel Übung Grenzen

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 12, 2026
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Multitasking hat auch mit viel Übung Grenzen

Studie deckt auf

Multitasking hat Grenzen – auch mit viel Übung


Aktualisiert am 12.03.2026 – 11:37 UhrLesedauer: 2 Min.

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Selbst mit Training kann das Gehirn Forschern zufolge zwei Aufgaben nicht wirklich gleichzeitig erledigen. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)

Viele Menschen glauben, mit genug Training mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Eine neue Studie stellt diese Annahme jedoch infrage.

Auch mit viel Training kann das menschliche Gehirn zwei Aufgaben nicht wirklich gleichzeitig erledigen. Stattdessen arbeitet es diese Aufgaben weiterhin nacheinander ab, wie eine im Fachjournal „Quarterly Journal of Experimental Psychology“ veröffentlichte Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Fernuniversität in Hagen und der Medical School Hamburg zeigt.

Für die Untersuchung bearbeiteten die Versuchspersonen zwei Aufgaben parallel: Sie sollten mit der rechten Hand die Größe eines kurz eingeblendeten Kreises anzeigen und gleichzeitig sagen, ob ein abgespielter Ton hoch, mittel oder tief war. Gemessen wurde, wie schnell sie reagierten und wie viele Fehler sie machten. Die Tests wurden über mehrere Tage hinweg wiederholt.

Mit zunehmender Übung wurden die Teilnehmenden zwar schneller und machten weniger Fehler. Lange galt ein solcher Trainingseffekt als Hinweis darauf, dass das Gehirn Aufgaben mit genügend Übung parallel verarbeiten kann.

„Dieses als Virtually Perfect Time Sharing bekannte Phänomen galt lange als Hinweis auf echte Parallelverarbeitung im Gehirn und als Nachweis dafür, dass unser Gehirn grenzenlos multitaskingfähig ist“, sagte der Psychologe Torsten Schubert von der Universität Halle. Die neuen Ergebnisse sprächen jedoch gegen diese Annahme.

Den Forschenden zufolge optimiert das Gehirn die Reihenfolge der einzelnen Verarbeitungsschritte, sodass sie sich weniger gegenseitig behindern. „Unser Gehirn ist sehr geschickt darin, Prozesse hintereinander zu reihen“, erklärte Schubert. Diese Optimierung habe jedoch Grenzen.

Das Forschungsteam konnte nämlich auch nachweisen, dass bei kleinsten Veränderungen an den Aufgaben die Fehlerquote höher wurde und die Probanden länger brauchten, um die Aufgaben zu lösen. An drei durchgeführten Experimenten nahmen 25 Personen teil, damit ist die Studie vergleichsweise klein. Solche Experimente gelten in der kognitiven Psychologie jedoch als üblich, da die Aufgaben unter stark kontrollierten Laborbedingungen durchgeführt werden.

Die Erkenntnisse seien auch für den Alltag relevant: Multitasking könne etwa beim Autofahren oder in Berufen mit vielen parallelen Aufgaben zum Risiko werden, sagte der Psychologe Tilo Strobach von der Medical School Hamburg.

Einige Aktivitäten lassen sich gut kombinieren, etwa beim Kaffee die Zeitung lesen oder beim Joggen Musik hören. Müssen wir jedoch auf zwei Dinge aktiv reagieren, erledigt das Gehirn sie nicht parallel. Stattdessen springt unsere Aufmerksamkeit schnell zwischen den Aufgaben hin und her.

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