Massenproteste bei Sicherheitskonferenz
München rüstet sich für Rekord-Demonstrationen
10.02.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Die bayerische Landeshauptstadt erwartet am kommenden Wochenende 120.000 Demonstranten bei 21 verschiedenen Veranstaltungen. Was das für Anwohner heißt.
Zur Münchner Sicherheitskonferenz haben sich für das kommende Wochenende so viele Demonstranten angemeldet wie nie zuvor. Insgesamt 120.000 Menschen wollen laut einer Übersicht des Münchner Kreisverwaltungsreferats an den Protestveranstaltungen teilnehmen.
In vergangenen Jahren hatten die Demonstrationen zur Konferenz nur einen verhaltenen Zulauf registriert. Für den Zeitraum zwischen Mittwoch und Sonntag wurden im Stadtgebiet jedoch bereits jetzt 21 Veranstaltungen angemeldet, wie aus den Behördenunterlagen vom 6. Februar hervorgeht.
Die größte Kundgebung findet am Samstag auf der Theresienwiese statt. Der Verein „The Munich Circle“ hat dort 100.000 Teilnehmer für seine Demonstration angemeldet. Die Versammlung unter dem Titel „Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ ist von 12 bis 17 Uhr geplant.
Auch in der Innenstadt wird protestiert. Zwischen Marienplatz und Stachus soll am Samstag ab 12.30 Uhr eine Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz stattfinden. Hier werden 4.000 Personen erwartet.
Nicht weit entfernt am Odeonsplatz und auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper sind Demos mit je 3.000 Teilnehmern angemeldet. Diese richten sich gegen den Krieg in der Ukraine beziehungsweise „für den verpflichtenden Einsatz der deutschen Politik für den Frieden“, aber auch für „freie Impfentscheidung“.
Das Tagungshotel Bayerischer Hof unweit des Marienplatzes ist während der Konferenz eine Hochsicherheitszone mit Straßensperren und zahlreichen Polizeikontrollen. Durch die vielen Demonstrationen könnten zusätzliche Bereiche der Stadt zeitweise blockiert sein.
Die Münchner Sicherheitskonferenz findet vom 13. bis 15. Februar statt. Nach Angaben der Konferenzleitung haben bereits 65 Staats- und Regierungschefs zugesagt. Friedrich Merz (CDU) wird erstmals als Kanzler an der Konferenz teilnehmen.










