Nach Wahlniederlage gegen Özdemir
Müllermilch-Milliardär fordert: CDU muss mit AfD regieren
16.03.2026 – 21:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Milliardär Theo Müller fordert eine Zusammenarbeit von CDU und AfD in Baden-Württemberg. Diese schließt die CDU immer wieder aus.
Der Unternehmer Theo Müller, zu dessen Gruppe unter anderem die Marke Müllermilch gehört, hat sich in die Debatte über die Regierungsbildung in Baden-Württemberg eingeschaltet. Die CDU müsse sich nach der Landtagswahl nicht zwingend den Grünen anschließen, sagte der 86-jährige Molkereiunternehmer. Denkbar sei auch eine von der AfD unterstützte CDU-geführte Regierung – ob als Koalition oder als Duldung.
Müller reagierte damit auf das knappe Ergebnis der Landtagswahl vom 8. März. Die Grünen wurden mit 30,2 Prozent stärkste Kraft, die CDU kam auf 29,7 Prozent. Beide Parteien verfügen im neuen Landtag über gleich viele Sitze.
Aus der CDU war zuletzt der Vorschlag gekommen, in einer möglichen Koalition mit den Grünen das Amt des Ministerpräsidenten zu teilen. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hatte dies zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass seine Partei die Wahl gewonnen habe.
Müller schlug stattdessen vor, dass die CDU im Landtag einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aufstellt. Die Wahl sei geheim, sagte er. Sollte ein CDU-Kandidat gewählt werden, könne sich daraus eine andere politische Konstellation ergeben.
Der Unternehmer äußerte sich außerdem positiv über den baden-württembergischen AfD-Politiker Markus Frohnmaier. Offiziell lehnt die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD jedoch weiterhin ab. Auch der baden-württembergische CDU-Landeschef Manuel Hagel hat mehrfach erklärt, weder eine Koalition mit der AfD noch eine Duldung anzustreben.
Müller war in der Vergangenheit bereits durch Kontakte zur AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel aufgefallen. Beide leben in der Schweiz und hatten sich öffentlich getroffen. Müller nennt Weidel eine „Freundin“. Der neu gewählte Landtag von Baden-Württemberg soll am 12. Mai erstmals zusammentreten. Am folgenden Tag wollen die Abgeordneten den Ministerpräsidenten wählen.










