Wochenbericht des Lageso
Mpox-Infektionen auf dem Höchststand – erste Frau infiziert
04.05.2026 – 19:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Elf neue Fälle in der 17. Meldewoche – so viele wie zuletzt während des Ausbruchs 2022. Erstmals ist auch eine Frau betroffen.
Elf neue Mpox-Fälle (ehemals „Affenpocken“) sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso) in der 17. Meldewoche übermittelt worden – die höchste Wochenzahl seit dem Ausbruch 2022.
Die kumulierte Fallzahl für 2026 erreicht damit 99 gemeldete Fälle. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 70 Fälle, 2024 waren es 20, 2023 zehn. Das Infektionsgeschehen liegt damit nach Angaben des Lageso deutlich über den Werten der Vorjahre.
Unter den elf aktuellen Fällen befinden sich zehn Männer und erstmals auch eine Frau. Das mediane Alter liegt bei 33 Jahren. Als wahrscheinlicher Infektionsweg wurden bei fünf von sechs bereits ermittelten Fällen sexuelle Kontakte angegeben – das gilt dem Lageso zufolge auch für den weiblichen Fall.
Von den sechs aktuellen Fällen mit bekanntem Impfstatus war die Hälfte geimpft. Kumuliert über 2026 gilt das für 56 Prozent der 80 Personen, zu denen Impfangaben vorliegen. Als wahrscheinlicher Infektionsort überwiegt Berlin; lediglich bei fünf Personen sind Aufenthalte außerhalb der Stadt im relevanten Expositionszeitraum dokumentiert.
Mpox überträgt sich vor allem durch engen Körperkontakt, hauptsächlich beim Sex. Auch eine Übertragung durch Speichel ist möglich. Das Virus verursacht vor allem Hautausschlag, dazu Fieber und Muskelschmerzen. Besonders ansteckend sind die typischen Hautveränderungen – Bläschen oder Schorf. Todesfälle habe es in Deutschland laut RKI bislang keine gegeben.
Eine Impfung wird unter anderem Männern empfohlen, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln, sowie Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern. Nach Einschätzung der WHO gilt das Infektionsrisiko für diese Gruppe als moderat. Für andere Teile der Bevölkerung schätze die WHO es als gering ein.











