Das taugt er heute noch
Chrom ist alles: Der Passat B6 wird 20
03.11.2025 – 11:20 UhrLesedauer: 4 Min.
Der Passat der Generation B6 war ein klarer Bruch zu seinem Vorgänger – optisch wie technisch. Die ersten Exemplare werden in diesem Jahr 20 Jahre alt
20 Jahre ist es mittlerweile her, dass VW mit dem Passat B6 im Frühjahr 2005 frischen Wind in die Mittelklasse brachte. Die sechste Generation, intern als Typ 3C bezeichnet, löste den Passat B5 ab – mit einem deutlichen Bruch in Technik und Design. Zum ersten Mal setzte VW bei der Baureihe auf einen quer eingebauten Motor und eine neue Plattform. Damit war der Passat näher am Golf als je zuvor.
Mit der neuen Plattform verließ VW die technisch anspruchsvolle, aber teure Längsmotor-Bauweise des Vorgängers. Stattdessen kommen im B6 Benzin- und Dieselmotoren zum Einsatz, die quer eingebaut sind – so wie beim Golf V. Das spart Platz und Kosten. Der B6 wuchs in allen Dimensionen, besonders spürbar beim Variant, dessen Kofferraum mit 603 bis 1.731 Litern großzügig ausfiel.
Auch optisch markierte der B6 einen Bruch mit der Tradition. Er fällt vor allem durch seinen breiten, verchromten Wappengrill auf, der sich bis tief in die Stoßfänger zieht – ein Stilmerkmal, das sich im VW-Programm in ähnlicher Form nur beim Cabrio Eos findet. Verantwortlich war dafür Designer Murat Günak, der heute für den türkischen Autobauer Togg arbeitet. Neben Limousine und Kombi gibt es ab 2008 auch das viertürige Coupé Passat CC mit flacherem Dach und rahmenlosen Türen, aber mit Einschränkungen bei Kopffreiheit und Ladevolumen.
Innen zeigt sich der B6 sachlich, aufgeräumt und funktional. Bereits die Basisversion bietet Klimaanlage, elektrische Fensterheber und sechs Airbags. Die Ausstattungslinien Trendline, Comfortline, Sportline, Highline differenzieren sich über Komfort- und Designmerkmale. Später folgen BlueMotion-Modelle mit Verbrauchsoptimierung, das exklusive Individual-Modell und schließlich das sportliche Topmodell R36 mit 3,6-Liter-Sechszylinder und Allradantrieb.
Auch bei der Technik gibt sich der B6 variantenreich. Die Motorenpalette reicht von einfachen Saugbenzinern bis hin zu aufgeladenen TSI-Aggregaten mit Direkteinspritzung. Die Dieselmodelle – meist in 1,9 oder 2,0 Liter Hubraum – decken ein breites Leistungsspektrum ab. Ergänzt wird das Angebot durch das damals neue Doppelkupplungsgetriebe DSG sowie den bekannten Allradantrieb 4Motion.










