Parteien

Mitgliederboom bei Linken – Regierungsparteien schwächeln

Aktualisiert am 07.03.2026 – 06:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Unter den im Bundestag vertretenen Parteien legt vor allem die Linke zu. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Linke, AfD und Grüne sind deutlich gewachsen. Unter den Regierungsparteien verbucht nur eine ein Mini-Wachstum.

Linke und AfD triumphieren, auch die Grünen legen ordentlich an Mitgliedern zu – doch die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD verzeichnen höchstens ein Mini-Wachstum oder verlieren. Das geht aus Zahlen der Bundestagsparteien hervor, die die Deutsche Presse-Agentur bei ihnen abgefragt hat.

Spitzenreiter ist die Linke, die ihre Mitgliederzahlen mehr als verdoppeln konnte im Verlauf des vergangenen Jahres. Die Partei hatte am 31. Dezember 2025 nach eigenen Angaben 123.126 Mitglieder, im Vergleich zu 58.523 ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 110,4 Prozent.

Noch Ende 2023 lagen die Zahlen nach jahrelangem Abwärtstrend bei 50.251. Vor allem die Abspaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht, die neue Linken-Spitze und die Mobilisierung im Bundestagswahlkampf verschafften der Partei einen starken Aufwärtstrend.

Auf Platz zwei liegt die ebenfalls oppositionelle AfD mit laut Schatzmeister Carsten Hütter 73.108 Mitgliedern am 1. Januar 2026. Eine präzise Vergleichszahl zum Vorjahr liefert die Partei nicht. Damals seien es etwa 51.000 Mitglieder gewesen, heißt es. Das entspräche einem Wachstum von mehr als 43 Prozent.

Die Grünen, die sich seit einem Jahrzehnt fast ungebrochen im Aufwärtstrend befinden, hatten nach eigenen Angaben zum Jahreswechsel 183.761 Mitglieder, nach 155.296 ein Jahr zuvor. Die Partei ist damit um 18,3 Prozent gewachsen.

Als einzige Regierungspartei meldet die CSU Wachstum, wenn auch ein geringes. „Die CSU hatte Ende 2025 rund 132.000 Voll-, Probe- und Onlinemitglieder. Ende 2024 lag die Zahl der Voll-, Probe- und Onlinemitglieder bei rund 130.000“, sagte ein Parteisprecher in München. Das entspräche einem Zuwachs von 1,5 Prozent, wobei die Partei nur gerundete Zahlen mitteilte.

Verluste muss die Schwesterpartei CDU hinnehmen, die von 364.202 Mitgliedern im Vorjahr auf 356.769 am 31. Dezember absackte. Die Mitgliederzahl ist also um 2,0 Prozent zurückgegangen im Vergleich zum Vorjahr.

Noch etwas schlechter sieht es beim Koalitionspartner aus: Die SPD fiel von 357.117 Mitgliedern Ende 2024 auf 348.451. Das entspricht einem Verlust von 2,4 Prozent.

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