Bis zu 50.000 Euro Förderung
Wie Sie Ihr Zuhause rechtzeitig altersgerecht machen
13.03.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Altersgerecht wohnen klingt nach einem Thema für später. Doch wer früh umbaut oder modernisiert, erhöht Komfort und Sicherheit – und erhält oft finanzielle Unterstützung.
Wer jung ein Eigenheim baut, denkt selten an das Älterwerden. Doch was heute barrierefrei erscheinen mag, kann morgen zur Herausforderung werden – wenn Treppen plötzlich steil und Schwellen zu Stolperfallen werden. Wer dann nicht rechtzeitig plant, muss teuer nachrüsten. Welche Umbauten im Alter sinnvoll sind und wie Förderprogramme dabei helfen, erklärt Ralf Oberländer, Baufinanzierungsberater bei Schwäbisch Hall.
Barrieren im Wohnraum zu reduzieren, lohnt sich nicht erst im hohen Alter. Auch junge Familien oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität profitieren von einem barrierearmen Zuhause.
So erleichtern schwellenlose Zugänge oder breitere Türen den Alltag – etwa wenn Sie mit einem Kinderwagen unterwegs sind oder später einmal eine Gehhilfe benötigen. „Wer früh modernisiert, erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Alltagskomfort in jeder Lebensphase“, sagt Oberländer.
Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der jeweiligen Immobilie und den individuellen Bedürfnissen ab. Grundsätzlich gibt es mehrere Bereiche, in denen sich Barrieren reduzieren lassen.
Wer seine Immobilie barriereärmer umbauen möchte, kann dafür staatliche Unterstützung erhalten. Wichtig ist jedoch eine zentrale Regel: Der Förderantrag muss gestellt werden, bevor die Bauarbeiten beginnen. „Der häufigste Fehler ist, erst mit dem Umbau zu starten und sich dann um die Förderung zu kümmern. Dann ist es meist zu spät“, warnt Oberländer.
Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachbetrieben. Viele Förderprogramme setzen technische Mindestanforderungen voraus. Fachbetriebe kennen diese Standards und stellen sicher, dass die Maßnahmen den Förderbedingungen entsprechen.
Um die Finanzierung optimal zu gestalten, empfiehlt Oberländer häufig einen sogenannten Finanzierungsmix. Damit ist die Kombination verschiedener Fördermöglichkeiten gemeint, etwa eines Kredits von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), eines Zuschusses der Pflegekasse und möglicher regionaler Förderprogramme.
Eine zentrale Förderung bietet die staatliche Förderbank KfW mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)“. Damit können Eigentümer barrierereduzierende Baumaßnahmen mit einem zinsgünstigen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit finanzieren. Die Förderung gilt auch für Mietobjekte oder für den Kauf von Immobilien, die bereits barrierearm modernisiert wurden.