Mit diesen Tipps sparen Sie sofort

63 Prozent teurer: Die Kosten-Explosion beim Autofahren


12.04.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Ob Versicherung oder Sprit: Wer mobil bleiben will, muss mehr bezahlen als je zuvor. (Quelle: Jochen Tack)

Versicherungen verteuern sich drastisch, junge Gebrauchte werden zum Luxusgut und an den Zapfsäulen fallen täglich neue Rekorde. Und das Ende der Preisspirale ist noch lange nicht erreicht.

Autofahren ist heute deutlich teurer als noch vor fünf Jahren. Wer ein Fahrzeug unterhält, muss fast überall tiefer in die Tasche greifen. Besonders eine Branche ist dafür verantwortlich: Die Versicherer haben ihre Preise drastisch erhöht.

Versicherungen als Preistreiber

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts sind eindeutig. Innerhalb von fünf Jahren sind die Prämien für Pkw-Versicherungen um 63 Prozent gestiegen. Die Unternehmen rechtfertigen diesen Sprung mit ihren eigenen Verlusten. Heftige Unwetter, teure Ersatzteile und steigende Löhne in den Werkstätten belasteten die Bilanzen. Die Kosten tragen nun die Autofahrer.

Immerhin: Mit ein paar einfachen Anpassungen im Versicherungsvertrag lassen sich oft erhebliche Summen sparen. Wie Sie in fünf Schritten Ihre Versicherungsprämie spürbar senken können.

Tipp 1: Fahrleistung anpassen

Viele Autofahrer schätzen ihre jährliche Fahrleistung zu hoch ein und zahlen deshalb mehr als nötig. Prüfen Sie, wie viele Kilometer Sie tatsächlich fahren. Laut „Finanztip“ bringt das Reduzieren von 10.000 auf 5.000 Kilometer pro Jahr eine durchschnittliche Ersparnis von 14 Prozent. Jeder zweite Autofahrer verschenkt diese Ersparnis.

Tipp 2: Fahrerkreis optimieren

Gewaltiges Sparpotenzial: Wer Anfänger aus dem Fahrerkreis ausschließt, kann seine Kosten deutlich senken. (Quelle: Petra Schneider-Schmelzer via www.imago-images.de)

Der Fahrerkreis hat großen Einfluss auf die Versicherungsprämie. Oft lohnt es sich, junge oder unerfahrene Fahrer – etwa Fahranfänger – aus dem Fahrerkreis auszuschließen, denn das senkt die Prämie deutlich: Der Beitrag sinkt um bis zu 48 Prozent, wenn ein 18-jähriger Fahranfänger vom Fahrerkreis ausgeschlossen wird. Auch hier lässt sich leicht sparen – aber 65 Prozent der Versicherten nutzen dieses Potenzial bisher nicht.

Tipp 3: Selbstbeteiligung vereinbaren

Auch mit einer höheren Selbstbeteiligung lässt sich einiges sparen. Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro in der Teilkasko senkt den Beitrag laut „Finanztip“ im Schnitt um 18 Prozent, bei 300 Euro waren es sogar bis zu 25 Prozent. In der Vollkasko waren Einsparungen von rund zehn Prozent möglich. Viele Versicherte scheuen diesen Schritt: 31 Prozent der Voll- und Teilkaskoversicherten verzichten bislang auf eine Selbstbeteiligung.

Tipp 4: Werkstattbindung vereinbaren

Wer im Schadensfall in einer Partnerwerkstatt des Versicherers reparieren lässt, spart durchschnittlich elf Prozent Versicherungsbeitrag. Diese Option eignet sich allerdings nicht für Fahrzeuge, die sich noch in der Garantiezeit oder im Leasing befinden. Ein weiterer Vorteil der Werkstattbindung: Viele Versicherer bieten einen kostenlosen Hol- und Bringservice oder einen Leihwagen während der Reparaturzeit an. Doch auch hier nutzen 62 Prozent der Autofahrer das Sparpotenzial bisher nicht.

Partnerwerkstatt nutzen: Auch dadurch sinkt die Prämie. (Quelle: IMAGO/Hanna Drybushevska)

Tipp 5: Zahlungsmethode ändern

Auch die Zahlweise kann die Kosten beeinflussen. So lässt sich die Prämie oft um acht Prozent senken, wenn statt monatlich jährlich gezahlt wird. Wer von vierteljährlicher auf jährliche Zahlungsweise wechselt, spart im Schnitt sieben Prozent, bei halbjährlicher Zahlung sind es rund vier Prozent. Erstaunlich ist, dass 40 Prozent der Versicherten bisher auf diese einfache Sparmöglichkeit verzichten.

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