Hohe Strompreise

Reiche-Ministerium prüft stärkere Nutzung von Kohlekraftwerken

31.08.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU): Der Kohleausstieg ist in den kommenden zwölf Jahren geplant. (Quelle: IMAGO/Frank Ossenbrink/imago)

Könnten alte Kohlekraftwerke helfen, Strompreise zu senken? Die Antwort auf die Frage ist nach Regierungsangaben nicht so einfach, wie man meinen könnte.

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft eine stärkere Nutzung der deutschen Kohlekraftwerke zur Dämpfung der hohen Strompreise. Dabei geht es um Kraftwerke, die aktuell in der Reserve sind und aktuell nur bei Knappheiten einspringen. „Das ist aus fachlichen und ökonomischen und auch europarechtlichen Gründen nicht ganz einfach“, sagte ein Sprecher. „Wir prüfen weiter, ob sich da ein Instrument sinnvoll gestalten lässt.“

Unionsfraktionsvize Sepp Müller hatte in der vergangenen Woche in der „Wirtschaftswoche“ vorgeschlagen, angesichts der hohen Gaspreise die deutschen Kohlekraftwerke stärker zu nutzen. Sie sollten aus seiner Sicht laufen, bis Gaskraftwerke mit einer vergleichbaren Kapazität gebaut sind, was voraussichtlich 2030 oder 2031 der Fall sei. Bei der SPD stieß er damit auf Ablehnung.

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„Frage stellt sich momentan nicht“

Der Ministeriumssprecher betonte, ein möglicher Einsatz der Reservekraftwerke müsse sich am Ende auch lohnen. Es handle sich um relative alte und ineffiziente Anlagen. „Das heißt, man müsste schauen, ob man damit überhaupt einen positiven Einfluss auf die Strompreise erzielen könnte.“

Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte zur Nutzung der Reservekraftwerke: „Diese Frage stellt sich momentan nicht.“

Deutschland will bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen und auf dem Weg dorthin zunehmen auf weniger klimaschädliche Gaskraftwerke sowie erneuerbare Energien setzen.

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