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Millionen Menschen in allen Ländern Europas haben am Dienstag des vierten Jahrestages der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine gedacht.
In Paris wurde der Eiffelturm in Blau und Gelb beleuchtet, den Farben der ukrainischen Flagge. Tausende, darunter Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, und Vadim Omelchenko, der ukrainische Botschafter in Frankreich, nahmen an der Gedenkfeier teil.
Der ukrainische Botschafter in Frankreich, Vadim Omelchenko, sagte, die vergangenen vier Jahre seien eine Zeit des Leidens und des Kampfes gewesen, hätten aber auch die Beharrlichkeit und den Mut des ukrainischen Volkes gezeigt.
In Warschau, der polnischen Hauptstadt, Viele Menschen haben sich für die Ukraine eingesetzt. Demonstranten schwenkten ukrainische Flaggen und hielten Transparente hoch, auf denen auf einigen zu lesen war: „Kämpfe für die Freiheit“ und „Putin lügt immer!“ Unterstützen Sie die Ukraine.“
In die serbische Hauptstadt BelgradAntikriegsaktivisten versammelten sich zum Gedenken an den vierten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine. Die Polizei trennte die Aktivisten von rechtsextremen Gruppen, die sich in der gleichen Gegend versammelt hatten.
In London, Tausende versammelten sich auf dem Trafalgar Square, um die Ukraine zu unterstützen. Mit ukrainischen Flaggen und Transparenten gedenkten die Menschen schweigend denjenigen, die im Krieg ihr Leben verloren haben.
Am 24. Februar 2022 begann Russland mit seiner groß angelegten Invasion in der Ukraine. Innerhalb von vier Jahren starben Hunderttausende Menschen, Millionen wurden vertrieben, ein Großteil der Ostukraine wurde zerstört und die Energieinfrastruktur des Landes schwer beschädigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj sagte am Dienstag, die Ukraine habe dem Ansturm der größeren und besser ausgerüsteten Armee Russlands standgehalten, die im vergangenen Kampfjahr nur 0,79 % des ukrainischen Territoriums erobert habe, so das Institute for the Study of War, eine in Washington ansässige Denkfabrik. Russland hält mittlerweile fast 20 % der Ukraine.
Als sein Amtskollege, Russlands Wladimir Putin, am Dienstag vor hochrangigen Beamten des Inlandsgeheimdienstes (FSB) in Moskau sprach, erwähnte er weder den Jahrestag noch den Kriegszustand.
Der Konflikt ist Europas blutigster Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Die von den USA geführten Friedensgespräche haben bisher weder zu nennenswerten Ergebnissen noch zu einem Ende der Kämpfe geführt.
