Woher sein Millioneneinkommen stammt
So hoch ist die Steuerlast von Prinz William
04.05.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Er zählt offenbar zu den größten Steuerzahlern Großbritanniens. Prinz Williams jährliche Einnahmen in Millionenhöhe stammen aus einer historischen Quelle.
Der britische Thronfolger Prinz William zahlt laut einem Bericht der britischen „Times“ bis zu umgerechnet 8,1 Millionen Euro Einkommensteuer pro Jahr. Damit gehört er zu den obersten 0,002 Prozent der Steuerzahler im Vereinigten Königreich. Den Großteil seiner Einkünfte bezieht William aus dem Herzogtum Cornwall.
Dabei handelt es sich um ein mehr als 540 Quadratkilometer großes, privates Landgut, das seit dem 14. Jahrhundert jeweils dem Thronfolger, also dem Prince of Wales, übertragen wird. Es bringt Prinz William jährlich mehr als 23,2 Millionen Euro ein. Laut einer Vereinbarung mit dem Finanzministerium von 2013 müsste William auf diese Einnahmen keine Einkommensteuer zahlen. Demnach ist weder der Monarch noch der Thronfolger dazu verpflichtet. Dennoch entrichteten beide, also William und sein Vater, König Charles III., freiwillig Einkommen- und Kapitalertragsteuer.
Die Royals haben ihre Steuererklärung nicht offengelegt. Ein Sprecher des Kensington-Palastes sagte der „Times“ jedoch: „Der Prince of Wales zahlt den Spitzensteuersatz für Einkommens- und Kapitalertragsteuern auf sein gesamtes persönliches Einkommen, einschließlich der Einnahmen aus dem Herzogtum.“ Der Spitzensteuersatz beträgt 45 Prozent.
Im Finanzjahr 2023/24, seinem ersten Jahr an der Spitze des Herzogtums, erzielte William einen Überschuss von mehr als 27 Millionen Euro. Schätzungen zufolge sind rund 15,6 Millionen Euro davon steuerpflichtig, woraus sich eine Einkommenssteuerzahlung zwischen etwa 6 und 8 Millionen Euro ergibt.
Die Finanzen der Royals stehen seit Längerem unter verstärkter Beobachtung. Auch politische Stimmen forderten Änderungen. Der frühere Innenminister Norman Baker vertritt die Ansicht, die Herzogtümer sollten in staatlichen Besitz überführt werden. „Das sind keine privaten Ländereien. Es sind öffentliche Ländereien, und wir sollten davon profitieren, anstatt sie als königliche Schmiergeldkassen für William und Charles zu behandeln“, sagte er.










