Für 400 Millionen Euro
Jahrzehntelang Küstenort – nun wächst hier ein Militär-Gigant
Aktualisiert am 08.06.2026 – 19:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Ort an der Nordsee steht vor einem historischen Wandel. Die Bundeswehr macht den Marinefliegerstützpunkt zur Hightech-Basis – mit neuer Flotte und hunderten neuen Jobs.
Der Marinefliegerstützpunkt Nordholz an der Nordseeküste soll grundlegend umgebaut werden. Die Bundeswehr plant, den Standort in den nächsten Jahren erheblich zu erweitern und zu einem der modernsten Militärflugplätze Europas auszubauen. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete das Vorhaben bereits als den „modernsten Luftlandeplatz Europas“.
Der Standort soll mit Investitionen von rund 400 Millionen Euro fit für die Zukunft gemacht werden. Der geplante Ausbau wird sich über mehrere Jahre erstrecken und den Standort auf neue Flugzeuge, Hubschrauber sowie die wachsende Bedeutung der Nato-Verteidigung im Norden Europas vorbereiten.
Nordholz soll „modernster Luftlandeplatz Europas“ werden
Für die Region zwischen Cuxhaven und Bremerhaven bedeutet das: Etwa 400 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Doch auch riesige Baustellen könnten die Region belasten. Außerdem: deutlich mehr Flugverkehr, denn die Flotte soll deutlich ausgebaut werden.
Nordholz ist schon heute das Zentrum der deutschen Marineflieger. Von dort starten Aufklärungsflugzeuge und Hubschrauber, die Nord- und Ostsee überwachen, U-Boote aufspüren oder Rettungseinsätze fliegen.

Doch die vorhandenen Gebäude reichen für die neuen Maschinen der Marine offenbar nicht mehr aus. Deshalb plant die Bundeswehr neue Wartungshallen, Werkstätten, Simulatoren und zusätzliche Stellflächen für Flugzeuge und Hubschrauber. Auch technische Anlagen sowie Teile der Infrastruktur auf dem Gelände sollen modernisiert werden.
Mega-Ausbau in Nordholz: neue Flotte braucht deutlich mehr Platz
Der Ausbau läuft bereits. Auf dem Gelände wird gebaut, erweitert und vorbereitet. Hintergrund des Mega-Projekts ist die neue Flotte der Marineflieger. Künftig sollen in Nordholz unter anderem die neuen Boeing P-8A Poseidon stationiert werden. Die Hightech-Flugzeuge dienen der U-Boot-Jagd und der Überwachung von Seegebieten. Deutschland hat acht Maschinen bestellt.
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Hinzu kommen neue Marinehubschrauber: 18 Exemplare vom Typ NH90 Sea Lion und 31 Sea Tiger. Vor allem die Sea Tiger-Hubschrauber gelten als wichtiger Teil der künftigen Marine-Strategie. Sie sollen Kriegsschiffe schützen und feindliche U-Boote aufspüren. Mit den neuen Maschinen wächst auch der Platzbedarf – deshalb wird das Gelände nun Schritt für Schritt erweitert. Dabei kamen zuletzt auch Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein.











