Milch-Milliardär Theo Müller
„Die Politik ist eine Katastrophe geworden“
Von t-online, afp, reuters, dpa
17.03.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 3 Min.
Theo Müller schuf aus einer kleinen Familienmeierei einen Milliardenkonzern. Zur Politik hierzulande äußert er sich oft – ebenso wie über eine Nachbarin in der Schweiz.
Erst vor wenigen Wochen zog Molkerei-Milliardär Theo Müller noch gegen die Organisation Campact vor Gericht. Die auf Kampagnen spezialisierte Gruppierung hatte in deutschen Großstädten Plakate kleben lassen mit der Aufschrift: „Konzerngründer Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD.“
Dagegen reichte der Unternehmer aus Bayern mit Wohnsitz nahe Zürich in der Schweiz Klage ein. Doch ein Eilantrag scheiterte. „Das Gericht hat Müllers Versuch, zivilgesellschaftliche Stimmen mit Klagen mundtot zu machen, damit abgeschmettert“, stellte Campact fest.
Müller, 86, ist nach eigenem Bekunden „seit dreißig Jahren CSU-Mitglied“. Zu Anfang der 1970er-Jahre übernahm er die Familienmolkerei in Bayern und machte bald darauf mit Buttermilch Millionen. Im Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) umschrieb Müller sein unternehmerisches Geheimnis aus Milch und Marketing so: „Buttermilch gab es überall. Mir ist es jedoch gelungen, Buttermilch länger haltbar und cremiger zu machen.“
Dazu kam eine geschickte Werbekampagne, unter anderem mit den Bayern-Nationalspielern Gerd Müller und Thomas Müller. Der Unternehmer in der „NZZ“: „Im Mittelpunkt steht das Produkt. Aber wir müssen dem Verbraucher sagen: Mein lieber Freund, bis jetzt hast du vielleicht ganz gut gelebt, aber wenn du dieses Produkt von mir nicht probierst, dann entgeht dir ein Genuss. Ein bisschen werbliche Übertreibung ist notwendig.“
Schlagzeilen abseits des Milchmarkts machte der Unternehmer, als er 2003 seinen Wohnsitz wegen der Erbschaftsteuer in die Schweiz verlegte. Das Geschäft in Bayern führt längst sein Sohn Stefan Müller, dem Unternehmer gehören aber nach eigenen Angaben noch 90 Prozent der Anteile. Der Rest gehört seinen neun Kindern.
In die Politik mischte sich Müller immer mal wieder ein. So sagte er über
