Emotionale Olympia-Beichte
Mikaela Shiffrin: „Ich habe nur geweint“
Aktualisiert am 20.02.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei den aktuellen Olympischen Spielen hat Mikaela Shiffrin Gold im Slalom geholt. Vor vier Jahren ging sie leer aus. In einem Interview erklärt sie, woran das gelegen hat.
Mikaela Shiffrin hat emotional erklärt, weshalb sie bei Olympia 2022 in Peking enttäuschend ohne Medaille ausging. Eng damit verbunden sei der Verlust ihres Vaters gewesen, der im Februar 2020 starb, wie die US-Amerikanerin bei „Eurosport“ erklärte: „Alle Dinge in deinem Leben werden zu neuen Erfahrungen – weil diese Person nicht mehr da ist. Und dieser Teil von mir wollte nicht wissen, wie es sich anfühlt, eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen, ohne diesen Moment mit ihm teilen zu können.“
Es wird klar: Unterbewusst wollte ein Teil von ihr 2022 gar keine Medaille gewinnen. Damit das bei den aktuellen Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo anders wird, habe sie „viele Gespräche mit meiner Psychologin“ gehabt. „Im Juli haben wir erstmals spezifisch über Olympia und meine Gefühle dazu gesprochen – und ich habe nur geweint“, erinnerte sich die 30-Jährige.
Shiffrin erklärte, dass sie sich sehr viel mit ihrem Team darüber ausgetauscht habe: „Einfach, um offen, ehrlich und auch verwundbar zu sein.“ Das sei die Taktik gewesen, um bereit für die Winterspiele zu sein.
Mit Erfolg: Im Slalom setzte sie sich mit 1,5 Sekunden Vorsprung vor der Schweizerin Camille Rast durch. Es war nach dem Slalom in Sotschi 2014 und dem Riesenslalom 2018 in Pyeongchang ihr dritter Olympiasieg.
Shiffrin betont in dem Interview, dass die enttäuschenden Spiele in Peking wichtig waren und bei ihr für „sehr viel Entwicklung und Wachstum“ gesorgt hätten. Seitdem habe sich ihr Leben „um so viel“ verbessert. Und obwohl der Misserfolg von damals wichtig war, möchte sie darüber nicht mehr nachdenken und ist froh, diese Zeit hinter sich zu lassen.
