Micky Beisenherz über seine WM-Rolle

„Bin ich der Leroy Sané von MagentaTV?“

04.06.2026 – 05:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Micky Beisenherz (Archivbild): Der Moderator ist für Magenta TV im WM-Einsatz. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)

MagentaTV schickt seine WM-Stars in die USA – Micky Beisenherz nicht. Was der Moderator darüber denkt und mit wem er sich dabei vergleicht.

Micky Beisenherz gehört zum WM-Aufgebot von MagentaTV – aber eben nicht zum Reisekader. Während Thomas Müller, Mats Hummels und Jürgen Klopp die WM in den USA begleiten, sitzt der Moderator und Autor in München. Im Interview mit dem „Tagesspiegel“ kommentiert er seine Rolle mit entwaffnender Selbstironie: „Mir geht es wie dem einen oder anderen Bayern-Spieler: Die anderen dürfen in die USA, ich bleibe in München.“

Den Vergleich, den er dabei zieht, hat es in sich. „Bin ich der Leroy Sané von MagentaTV?“, fragt Beisenherz – und spielt damit auf den Spieler an, dessen Nominierung für den deutschen WM-Kader er selbst kurz zuvor im selben Interview infrage gestellt hatte. Stattdessen hätte er Saïd El Mala bevorzugt.

Beisenherz hofft auf ein frühes Ausscheiden der Franzosen

Trotz seiner Reservistenrolle gibt sich Beisenherz gelassen: „Ich habe Lust darauf, freue mich auf das Team in München und bin gespannt, was die Kollegen in den USA treiben.“ Dem Sender stellt er dabei ein gutes Zeugnis aus: „Magenta hat da, vielleicht anders als Julian Nagelsmann beim Kader, ein Team aufgestellt, bei dem kaum jemand Fragen stellt.“

Zur WM selbst äußert sich Beisenherz als bekennender Optimist – mit einer bemerkenswerten Wendung. Nicht etwa auf den deutschen Titel hofft er am meisten, sondern auf das frühe Ausscheiden der Franzosen: „Ich traue vor allem Frankreich viel mehr zu, dass sie gegen uns im Achtelfinale rausfliegen.“

Auf die sportliche Ausweitung des Turniers auf 48 Mannschaften und 104 Spiele reagiert er mit trockenem Pragmatismus: „Das ist Gianni Infantino pur. Und wir werden höchstwahrscheinlich in acht Jahren auf dieses Turnier zurückblicken und sagen: Damals war das Konkurrenzfeld noch herrlich eng.“

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