Grund für seinen Klinikaufenthalt
Marius Borg Høiby: Ausraster in Gefängniszelle
15.06.2026 – 19:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor der Urteilsverkündung wurde Marius Borg Høiby ins Krankenhaus gebracht. Nun ist bekannt, weshalb.
Marius Borg Høiby wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Im Gerichtssaal wurde am Montagmorgen außerdem bekannt, dass er zuvor in seiner Gefängniszelle einen Schrank eingeschlagen und sich dabei den Arm gebrochen hat. Der Grund war, dass ein Berufungsgericht seinen Antrag auf Freilassung zum wiederholten Male abgelehnt hatte.
Nach dem Vorfall musste er in die Notaufnahme gebracht werden. „Er wurde wütend und traurig. Er wollte lange nicht mit Beamten sprechen“, heißt es laut der norwegischen Zeitung „Dagbladet“ in dem Bericht. Høibys rechter Arm soll nach dem Vorfall deutlich verfärbt gewesen sein. Aus gesundheitlichen Gründen war er bei der Urteilsverkündung auch nur per Video zugeschaltet.
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Staatsanwältin Sturla Henriksbø zufolge beweise diese Reaktion, dass Høiby immer noch die Kontrolle verlieren kann: „Das ist ein starkes Indiz dafür, dass sich an seiner Fähigkeit, mit großen Enttäuschungen umzugehen, nichts geändert hat.“
Høibys Verteidiger Petar Sekulic hingegen betonte, dass die Reaktion seines Mandanten aufgrund der familiären Situation nachvollziehbar gewesen sei. Hintergrund ist der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit. Die 52-Jährige steht auf der Warteliste für eine Lungentransplantation.

„In einer solchen extremen Situation, wenn man glaubt, die Mutter vielleicht zum letzten Mal gesehen zu haben – kommt eine solche Entscheidung“, so Sekulic. Dass die Staatsanwaltschaft dieses Beispiel heranzieht, um Høiby anzulasten, seine Gefühle nicht kontrollieren zu können, halte er für falsch.
Auch nach der Verkündung seiner Haftstrafe stellte Høiby einen erneuten Antrag auf Freilassung. Dieser wurde am Montagnachmittag allerdings ebenfalls abgelehnt, berichtete NRK.










