„Wollen wir hier nicht haben“
Richter greift ein: Marius Borg Høiby fängt Streit vor Gericht an
11.03.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Zeugin schildert im Osloer Gericht Eifersuchtszenen aus Marius Borg Høibys Beziehung. Doch er widerspricht ihr direkt.
Tag 23 im Strafprozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen: Im Osloer Gerichtssaal 250 ist es am Mittwoch zu einem offenen Streit zwischen dem 29-Jährigen und einer Zeugin gekommen. Richter Jon Sverdrup Efjestad musste eingreifen, wie „Verdens Gang“ berichtet.
Im Mittelpunkt standen erneut die Ereignisse vom 4. August 2024. Marius Borg Høiby wird vorgeworfen, seine damalige Freundin in deren Wohnung im Osloer Stadtteil Frogner attackiert und die Wohnung demoliert zu haben.
An diesem Verhandlungstag wurden weitere Zeugen zur Beziehung und zur angeblichen Attacke befragt, darunter eine Freundin des mutmaßlichen Opfers. Als diese die Eifersucht zwischen Marius Borg Høiby und seiner Ex-Freundin schilderte, meldete sich der Angeklagte zu Wort. Er wollte eine konkrete Eifersuchtsszene klarstellen und verwies darauf, dass die Zeugin ihm einst erzählt habe, das mutmaßliche Opfer sei mit einem anderen Mann zusammen gewesen.
Die Zeugin ließ das nicht unwidersprochen stehen. Sie unterbrach ihn mit den Worten: „Ich erinnere mich etwas besser daran als du.“ Richter Jon Sverdrup Efjestad beendete den Schlagabtausch daraufhin mit den Worten: „Das entwickelt sich jetzt zu einer Art Streit, die wir hier nicht haben wollen.“ Der Zeugin kamen anschließend die Tränen.
Bereits am Dienstag, dem 10. März 2026, hatte das Amtsgericht Oslo einen Antrag auf Haftentlassung abgelehnt. Marius Borg Høibys Anwältin Ellen Holager Andenæs erklärte gegenüber dem norwegischen Sender TV2, er möchte aus der Untersuchungshaft entlassen werden und sei der Ansicht, „dass keine Gefahr einer Wiederholung früherer Straftaten besteht“.
Die Staatsanwaltschaft sah das anders und überließ die Entscheidung dem Gericht. Die Anklageschrift gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit umfasst rund 40 einzelne Straftaten, darunter Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstöße gegen ein Kontaktverbot.
