Ging es darin um ihren Skandalsohn?
Mette-Marit und die irritierende Epstein-Mail
02.02.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Am Dienstag beginnt der Prozess gegen Marius Borg Høiby. Nicht das einzige Problem für Norwegens Königshaus – denn Mette-Marit taucht in den Epstein-Akten auf.
Die norwegische Königsfamilie ist in Bedrängnis geraten. Da wäre zum einen der Skandal um Marius Borg Høiby: Am Dienstag beginnt der Prozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit. Zahlreiche Frauen werfen ihm Missbrauch und gewaltsames Verhalten vor, außerdem dreht sich die Anklage um illegalen Drogenkonsum. Mitten hinein in dieses Schlagzeilengewitter stößt jetzt der nächste Aufreger: die Verwicklung Mette-Marits in die Epstein-Ermittlungen.
Nicht der einzige Grund, warum Mette-Marit öffentlich immer mehr unter Druck gerät. Am Montagmorgen sind die Startseiten der reichweitenstärksten norwegischen Digitalmedien voll mit der Kronprinzessin und den neu veröffentlichten Akten zu Jeffrey Epstein. Von einer „gewissen Vertrautheit zwischen der Prinzessin und dem Sexualstraftäter“ ist die Rede. Auch, weil neuer Schriftverkehr öffentlich wurde.
Unter anderem fragte Mette-Marit Epstein im Jahr 2012 in einer E-Mail, ob es „für eine Mutter unangemessen ist, als Bildschirmschoner für ihren 15-jährigen Sohn ein Bild von zwei nackten Frauen, die ein Surfbrett tragen, vorzuschlagen“. Offenbar war damals ihr Sohn Marius Borg Høiby gemeint. Epstein antwortete postwendend in vertraulichem Ton, der Sohn solle selbst entscheiden, „die Mutter sollte sich da raushalten“.
Der mindestens zweideutige Kontakt zwischen den beiden soll sich über Jahre gezogen haben. Mette-Marit schrieb an Epstein auch Sätze wie diese: „Du kitzelst meinen Verstand.“
In Norwegen lösen die Enthüllungen Kritik und Bestürzung aus. Auch, weil Mette-Marit im Mailverkehr selbst erkennen lässt, dass sie Epstein als problematische Figur wahrnahm. So schrieb sie laut den veröffentlichten E-Mails 2011 an ihn: „Habe dich nach der letzten Mail gegoogelt. Stimme zu, es sah nicht allzu gut aus :)“. Epstein war 2008 in den USA wegen der Anstiftung zur Prostitution Minderjähriger schuldig gesprochen worden.









