Rente nicht mehr als Basisabsicherung?

SPD kritisiert Merz‘ Aussagen: „Muss sich verlassen können“


Aktualisiert am 21.04.2026 – 10:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz (Archivbild): Seine Äußerungen sorgen für Kritik. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)

Kanzler Merz sorgt mit Äußerungen zur Rente für Aufsehen. Das sorgt für Kritik – auch beim Koalitionspartner.

„Auf die gesetzliche Rente muss man sich verlassen können“, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese am Dienstag in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. Die gesetzliche Rentenversicherung sei die Absicherung von vielen Menschen im Land, betonte Wiese. Viele hätten in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, „was sie mit ihrer eigenen Hände Arbeit erwirtschaftet haben“, stellte der SPD-Politiker klar. „Und das kann nicht nur eine Basisabsicherung sein, sondern auf die gesetzliche Rentenversicherung muss man sich verlassen.“

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Steffen Bilger, bemühte sich am Mittwochmorgen um Klarstellung. „Wir wollen schon, dass die gesetzliche Rente einen Standard absichern kann“, sagte Bilger. Jeder aber solle sich Gedanken darüber machen, dass er eine zusätzliche bessere Versorgung im Alter habe, erklärte Bilger den Appell des Kanzlers.

Der SPD-Politiker forderte aber auch, die Basis derer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, zu verbreitern. So sei er „sehr dafür, dass Bundestagsabgeordnete einzahlen“. Mit Blick auf die weiteren Beratungen verwies Wiese auf die eingesetzte Rentenkommission der Koalition. Diese werde am 30. Juni ihre Ergebnisse präsentieren. Es sei „gut, diese Kommission jetzt die Arbeit machen zu lassen und sich dann über die Ergebnisse zu beugen“, sagte er den Sendern.

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