„Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des CSD hier in Berlin und in ganz Deutschland zurufen: Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern.“ Diese Straftäter und Extremisten hätten keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft. „Wir sind mehr, wir sind stärker“, sagte Merz.
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Anschlag
16.24 Uhr: Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) übernehmen. Das kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) an.
Polizei äußert sich zum Zustand der Verletzten
15.51 Uhr: Nach dem Angriff am Rande des CSD in Berlin gibt die Polizei mit Blick auf die Verletzten Entwarnung. Sie seien nicht mehr in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Polizei. Niemand der Verletzten in den Krankenhäusern sei momentan in einem kritischen, lebensbedrohlichen Zustand.
Bei dem Angriff starb nach Angaben von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt oder schwerstverletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige ist auf der Flucht.
Dobrindt spricht von „islamistischem Anschlag“ – und warnt
14.28 Uhr: In einem Statement vor der Presse hat Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Zahl der Verletzten nach oben korrigiert: Es habe „29 Verletzte und Schwerstverletzte“ gegeben. Außerdem äußerte er sich zum Gesuchten Abdul Ballout: Er sei deutscher Staatsbürger „mit libanesischem Hintergrund“, habe eine Vielzahl von Straftaten begangen und sei auch bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Es werde immer noch die genaue Fahrtroute des Anschlagswagens ermittelt. Nach der Fahrt sei der Täter „mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf weitere Passanten losgegangen“.
Dobrindt kündigte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen an – etwa für CSD-Kundgebungen in anderen Bundesländern. Dazu sei der Bund bereits in Gesprächen mit den Ländern. „Man kann nicht ausschließen, dass auch solche schrecklichen Taten, solche terroristischen Anschläge auch Nachahmer finden“, sagte der Minister. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten „im Zweifelsfall auch deutlich erhöht werden“.
Merz soll zu Trauergottesdienst kommen
14.18 Uhr: Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wird Kanzler Friedrich Merz zu einem Trauergottesdienst in Berlin erwartet.










