Anschlagsversuch in Leipzig

Merz plant wohl Maßnahmenpaket gegen Russland


Aktualisiert am 29.08.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz (Archivbild): Der Bundeskanzler könnte in der kommenden Woche eine „Zeitenwende 2.0“ ankündigen. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler/imago)

Von einer „Zeitenwende 2.0“ soll in Berlin die Rede sein. Bundeskanzler Friedrich Merz will wohl umfangreich auf den Anschlagsversuch am Leipziger Flughafen reagieren.

Bundeskanzler Friedrich Merz will nach Informationen von „Welt am Sonntag“ und „Politico“ mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket gegen Russland auf den versuchten Drohnen-Anschlag in Leipzig reagieren. Das berichten die zum Springerverlag gehörenden Zeitungen unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Es soll sich demnach um eine Kombination direkter Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen handeln, die parallel in Brüssel vorbereitet werden. Im Regierungsviertel sei von einer „Zeitenwende 2.0“ die Rede, es reiche nicht mehr aus, einzelne russische Diplomaten auszuweisen oder das russische Haus in Berlin zu schließen, erklärte den Berichten zufolge eine der mit dem Vorgang vertraute Personen. Es brauche härtere Schritte wie intensivierte Sanktionen oder auch weitere und umfangreichere Waffenlieferungen an die Ukraine. Details gaben die Personen nicht preis.

Ob die Maßnahmen einzelne russische Akteure oder direkt die russische Regierung treffen sollen, sei ebenfalls unklar. Geplante Sanktionen sprechen für Letzteres, so „Welt am Sonntag“. Und auch mit einer scharfen Gegenreaktion werde gerechnet. Man müsse sich auf entsprechende Schritte Moskaus einstellen, zitieren „Welt am Sonntag“ und „Politico“ aus dem Kreis der Personen.

Eine solche Ankündigung würde in eine politisch bewegte Zeit fallen. In der vergangenen Woche war CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau. Berichten zufolge warnte er Russland vor einem Angriff auf die Nato.

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