Unternehmen will kooperieren
Mercedes-Modelle sollen zum „Drone Defender“ werden
Aktualisiert am 10.06.2026 – 17:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Mercedes-Benz setzt auf den Rüstungsboom: Der Stuttgarter Autobauer will mit einem Münchner Start-up kooperieren. Dabei geht es um ein neues mobiles Drohnenabwehrsystem.
Die deutsche Automobilindustrie leidet bereits seit Längerem unter der schwachen Wirtschaftslage. Immer häufiger schließen Unternehmen nun Kooperationsverträge mit Rüstungsproduzenten ab, um am Boom der Branche teilzuhaben. So auch Mercedes-Benz: Der in Stuttgart ansässige Autobauer soll noch am Mittwoch eine Absichtserklärung mit dem Münchner Rüstungsunternehmen Tytan Technologies unterzeichnen, wie die „Financial Times“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet.
Demnach soll Mercedes künftig Fahrzeuge bereitstellen, die mit mobilen Luftverteidigungssystemen zur Bekämpfung von FPV-Drohnen ausgestattet werden sollen. Das System „Drone Defender“ soll auf den Mercedes-Modellen Sprinter und G-Klasse basieren, wobei Letztere bereits von der Bundeswehr genutzt wird.
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Mit dem Projekt verfolgt Tytan Technologies laut dem Bericht den Plan, ein kostengünstigeres Modell mobiler Drohnenabwehr auf den europäischen Markt zu bringen als die Konkurrenz. Zwar haben sich andere Systeme, wie beispielsweise der Skyranger des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, in der Vergangenheit als wirksam erwiesen. Allerdings stehen die Kosten von bis zu zehn Millionen Euro pro Fahrzeug in keinem Verhältnis zu den oftmals nur wenige Tausend Euro teuren FPV-Drohnen, gegen die sie eingesetzt werden sollen.

Die Produktion des „Drone Defender“ soll laut der „Financial Times“ bereits vor Ende des Jahres anlaufen und langfristig eine Produktionskapazität von rund 1.000 Fahrzeugen pro Jahr erreichen.
Das Unternehmen Tytan Technologies wurde erst 2023 von zwei ehemaligen Studenten der Technischen Universität München gegründet. Nun berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass das Unternehmen hoffe, das System nach seiner Fertigstellung an mehrere europäische Regierungen zu verkaufen. Entsprechende Gespräche sollen demnach bereits laufen.











