Formel 1 in Australien
Doppeltriumph für Mercedes – neues Konzept wirkt
Aktualisiert am 08.03.2026 – 06:35 UhrLesedauer: 3 Min.
Beim Saisonauftakt der Formel 1 liefern sich Mercedes und Ferrari ein heißes Duell um die Spitze. Am Ende entscheidet die Boxenstrategie.
George Russell hat sich den Sieg beim Auftakt der Formel-1-Saison in Australien gesichert. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich am Ende vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli und Charles Leclerc im Ferrari durch. Rekordweltmeister Lewis Hamilton kam im zweiten Ferrari auf Platz vier. Weltmeister Lando Norris schaffte es auf Rang fünf, Vierfach-Champion Max Verstappen fuhr von Platz 20 immerhin noch auf Rang sechs.
Dabei war der Start gar nicht nach Geschmack der „Silberpfeile“ verlaufen. Leclerc war von Startplatz vier auf Platz eins vorgefahren, Hamilton von Platz sieben auf Platz drei. Russell büßte hingegen seine Führung ein, Antonelli fiel von Platz zwei zeitweise sogar auf Rang sieben zurück. Im Anschluss entwickelte sich ein heißes Rad-an-Rad-Duell zwischen Leclerc und Russell mit mehreren Führungswechseln. Die Entscheidung brachte dann das Virtual Safety Car, das kommen musste, als Red-Bull-Pilot Isack Hadjar ausfiel. Die Mercedes-Piloten nutzten die langsame Rennphase für ihren einzigen Boxenstopp, Ferrari blieb hingegen draußen. Für die Scuderia war es die falsche Strategie.
Audi musste bei seiner Premiere als Werksteam ein Aus noch vor dem Erlöschen der roten Ampeln von Nico Hülkenberg verkraften. Doch dafür schaffte es der Brasilianer Gabriel Bortoleto sehr zum Vergnügen von Audi-Boss Gernot Döllner als Neunter gleich in die Punkte.
Nach 91 Tagen Grand-Prix-Pause erwischte Leclerc im Ferrari einen starken Start. Der Monegasse nutzte die neue Startphase – mit fünf Sekunden Puffer, ehe die roten Ampeln erlöschen – am besten, um auf die richtige Drehzahl zu kommen. Noch vor der ersten Kurve zog Leclerc an Mercedes-Fahrer Russell vorbei, der in der Qualifikation noch souverän seine achte Poleposition errungen hatte.
Oscar Piastri war da längst Zuschauer. Der WM-Dritte der vergangenen Saison kam auf dem Weg in die Startaufstellung ausgangs von Kurve vier auf den Randstein, verlor die Kontrolle über seinen McLaren und krachte in die Streckenbegrenzung. Ein Schock für den gebürtigen Melbourner Piastri, seine Familie und Fans.
„Es war eine Kombination einiger Dinge: kalte Reifen, ich habe den Randstein am Ausgang der Kurve erwischt, das war mein Fehler, und ich hatte mehr Leistung, als ich erwartet hatte“, erklärte Piastri zerknirscht sein Aus. „Ein sehr enttäuschendes Ende. Es schmerzt sehr.“ Damit bleibt es dabei: Einen Australier auf dem Podium des Heim-Grand-Prix gibt es weiterhin nicht.










