Dresdner halten inne
Tausende bilden Menschenkette zum Kriegsgedenken
13.02.2026 – 18:47 UhrLesedauer: 1 Min.
In Dresden reichen sich die Menschen am Jahrestag der Zerstörung der Stadt die Hände. Die Menschenkette ist nicht die einzige Aktion am Freitag.
Tausende Menschen haben in Dresden eine Menschenkette zum Gedenken an die Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg gebildet. Pünktlich um 18 Uhr reichten sich Einwohner und Gäste der Stadt die Hand, während die Kirchenglocken in der Innenstadt läuteten.
Eine Stunde vor der Menschenkette hatten sich viele Menschen vor dem Kulturpalast zu einem Bürgersingen versammelt. Die Veranstaltung leitete Philharmonie-Chordirektor Gunter Berger. Etwa 300 Menschen nahmen an dem gemeinsamen Singen teil.
Dresdens Bürgermeister Jan Donhauser und seine Amtskollegin aus der britischen Partnerstadt Coventry, Lord Mayor Rachel Lancaster, hielten Grußworte. „Es steht heute über unserer Menschenkette als Zeichen, dass auch aus Zerstörung Versöhnung wachsen kann, wenn wir bereit sind, die Hand zu reichen“, sagte Donhauser.
Die Menschenkette wird seit 2010 jedes Jahr am Jahrestag der Zerstörung Dresdens gebildet. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen in einem Feuersturm ums Leben.
