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Home » Meloni ruft Italien-Botschafter in der Schweiz zurück
Panorama

Meloni ruft Italien-Botschafter in der Schweiz zurück

MitarbeiterBy MitarbeiterJanuar 24, 2026
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Meloni ruft Italien-Botschafter in der Schweiz zurück

Regierung spricht von „Schande“

Crans-Montana: Italien ruft Botschafter aus der Schweiz zurück


Aktualisiert am 24.01.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (Archivbild): Sie kündigte die Rückberufung des Botschafters in Bern an. (Quelle: Matteo Minnella/dpa)

Ein Gericht hebt nach der Feuerkatastrophe in der Schweiz die U-Haft gegen den Bar-Betreiber auf. Italiens Regierungschefin äußert sich fassungslos – und reagiert.

Wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Samstag auf der Plattform X mitteilte, solle Botschafter Gian Lorenzo Cornado nach Rom zurückkehren, um „das weitere Vorgehen festzulegen“. Die Entscheidung des Gerichts stelle „ein schweres Vergehen“ dar, schrieb Meloni weiter. Sie sei „eine weitere Wunde für die Familien der Opfer der Tragödie von Crans-Montana“. Ganz Italien schreie nach Wahrheit und Gerechtigkeit, betonte die Regierungschefin.

Am Freitag hatte das Zwangsmaßnahmengericht im Schweizer Kanton Wallis die Untersuchungshaft gegen Jacques M. außer Vollzug gesetzt. Allerdings wurden strenge Auflagen verhängt: M. muss seine Ausweis- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen, darf nicht ausreisen und muss sich täglich bei einer Polizeidienststelle melden. Zudem musste er eine Kaution von 200.000 Franken, umgerechnet rund 216.000 Euro, hinterlegen.

Die Entscheidung hatte bei Überlebenden und Angehörigen Empörung ausgelöst. Auch der italienische Außenminister und stellvertretende Ministerpräsident Antonio Tajani meldete sich auf X zu Wort: Die Freilassung sei „eine Schande“, die Entscheidung des Gerichts „sinnlos“. „Als Vater und Großvater bin ich enttäuscht, gekränkt und empört“, so Tajani. Unter den Todesopfern sind sechs italienische Teenager.

Bei dem Brand in der Silvesternacht in der Bar „Le Constellation“ hatten funkensprühende Partyfontänen offenbar schalldämmenden Schaum an der Decke der Bar in Brand gesteckt und sich rasend schnell ausgebreitet. 40 überwiegend junge Menschen kamen ums Leben, weit über 100 wurden teils schwerst verletzt. Sie müssen sich auf monatelange Behandlungen einstellen.

Die Gemeinde Crans-Montana hatte eingeräumt, dass die eigentlich vorgeschriebenen Brandschutzkontrollen in der Bar seit 2019 nicht mehr durchgeführt worden waren. Gegen Jacques M. und seine Frau Jessica M. laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung.

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