Schlagerstar hat Angst
Melissa Naschenweng: „Ich fühle mich alleine als Frau nicht sicher“
28.05.2026 – 19:56 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Regel äußert sich Melissa Naschenweng nicht zu gesellschaftlichen Themen. Doch jetzt sprach der Schlagerstar offen über Frauensicherheit und das Gendern.
Melissa Naschenweng ist gern gesehener Gast in Schlagersendungen wie der „Giovanni Zarrella Show“ oder bei Florian Silbereisens ARD-Shows und sorgt dort auf der Bühne mit ihren Songs für gute Laune. Im krone.tv-Podcast „Message, Macht, Medien“ zeigt sich die selbst ernannte „Schlager-Barbie“ nun allerdings von einer anderen Seite.
Eigentlich will die 35-Jährige ihre Meinung zu großen Themen für sich behalten. „Ich dränge niemandem meine Meinung auf, weil ich bin Musikerin und für Unterhaltung zuständig. Ich glaube, so schwerwiegende Themen, das geht mich nichts an“, erklärte sie in dem Gespräch mit Gerald Fleischmann zunächst. Dann kam es jedoch anders.
„Ich habe einfach Angst“
Die Österreicherin räumte ein, sich nicht mehr sicher zu fühlen. In ihrem Dorf im Lesachtal, wo sie aufgewachsen ist, sei das nicht der Fall. In Großstädten allerdings schon. Nachts würde sie sich dort nicht alleine auf die Straße trauen. „Ich habe einfach Angst. Und ich finde es schade, dass man im eigenen Land Angst haben muss. […] Ich fühle mich alleine als Frau nicht sicher“, so Naschenweng.
Dabei gab sie zu bedenken: „Man muss sagen, es gibt überall schwarze Schafe.“ Sie findet, die Menschen müssen wieder mehr „zusammenrücken“. Das wolle sie unter anderem durch ihre Konzerte bewirken.
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Auch zum Thema Gendern äußerte sie sich. „Ich gendere nicht. Da werde ich im Leben nicht mehr fertig. […] Ist das etwas Schlimmes? Ich weiß es nicht“, sagte Naschenweng. In dieser Entscheidung sehe sie jedoch keine Abwertung. „Ich fühle mich trotzdem gleich viel wert, obwohl ich oft auf das Gendern verzichte – oder eigentlich immer“, erklärte sie.
Beim Sprechen in gendergerechter Sprache habe sie Probleme. „Ich verschleudere mich teilweise selbst und denke mir so: Ich weiß gar nicht mehr, ob das grammatikalisch richtig ist“, sagte Melissa Naschenweng.










