Chemotherapie nach Krebsdiagnose
Muriel Baumeister: „Meine Kehle war blutig wie ein Filetsteak“
Aktualisiert am 18.03.2026 – 18:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Ihre Krebsdiagnose veränderte das Leben von Muriel Baumeister von einem Moment auf den anderen. Besonders die Behandlung brachte die Schauspielerin an ihre Grenzen.
Im Sommer 2022 erhielt die 54-Jährige die Diagnose Brustkrebs. Entdeckt hatte sie die Veränderung bei einem Bad zu Hause selbst. Im Talkformat „Wendepunkte“ des Potsdamer Selbsthilfevereins Sekiz e. V. hat sie den Moment beschrieben.
„Ich habe es selber festgestellt. Ich lag in der Badewanne. Ich wusch mich und dachte: Häh, komisch … Es blieb die Zeit stehen, es war wie in einem schlechten Film! Ich dachte, ist das ein Scherz?“, berichtet sie in einem Video, das auf YouTube abrufbar ist.
Den Knoten habe sie „direkt unter der linken Achselhöhle gespürt“. Kurz darauf ging sie zum Arzt. Dessen Reaktion sei eindeutig gewesen: „Der sagte: ‚Um Gottes willen! Das sieht nicht gut aus!'“ Der Tumor sei „sechs Zentimeter groß“ gewesen. Es folgten die Überweisung zur Onkologin und eine Biopsie.
Die anschließende Therapie beschreibt Baumeister als die schwerste Phase ihres Lebens. Eine Alternative habe es nicht gegeben: „Ich hätte mich vielleicht gar nicht operieren lassen wollen. Es stellte sich aber raus, dass das die einzige Option war: Chemo, Antikörpertherapie, OP und Bestrahlung. Das volle Programm. Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht!“
Vor allem die Chemotherapie habe sie stark belastet. Rückblickend sagt sie: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, weiß ich nicht, ob ich die Chemo gemacht hätte.“ Die Nebenwirkungen seien extrem gewesen: „Meine Kehle war blutig wie ein Filetsteak. Ich konnte weder Wasser trinken noch essen. Es war grausig.“
Heute sagt Baumeister: „Ich bin jetzt zwei Jahre krebsfrei.“ Im Umgang mit der Krankheit bleibe sie pragmatisch: „Ich bin ein totaler Pragmatiker. Das macht es mir einfacher. Das Leben ist schon anstrengend genug. Es ist so, wie es ist. Ich bin am Leben und das ist gut so.“










