So könnte Ihr Beitrag steigen

Studie warnt vor zusätzlichen Belastungen für Krankenversicherte


11.03.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Gesundheitskarten gesetzlicher Krankenkassen: Die Zusatzbeiträge gingen in den vergangenen Jahren nach oben.

Gesundheitskarten gesetzlicher Krankenkassen (Symbolbild): Die Zusatzbeiträge stiegen in den vergangenen Jahren an. (Quelle: GKV-Spitzenverband/dpa)

Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen bleibt angespannt. Eine Studie zeigt, welche Entwicklungen die Beiträge künftig weiter erhöhen könnten.

Kurz vor neuen Reformvorschlägen für die gesetzliche Krankenversicherung zeichnet eine Studie ein schwieriges Bild der künftigen Finanzlage. Laut der Analyse des Beratungsinstituts IGES im Auftrag des Verbands der Ersatzkassen (vdek) könnten der demografische Wandel und zunehmende Teilzeitarbeit die Beitragssätze in den kommenden Jahren zusätzlich steigen lassen.

Demnach könnte allein die Entwicklung der Altersstruktur dazu führen, dass die Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenversicherung langfristig steigen. Hintergrund ist vor allem die wachsende Zahl von Rentnern.

Nach Berechnungen der Studienautoren könnte die Zahl der gesetzlich versicherten Rentner bis zum Jahr 2035 auf mehr als 20 Millionen steigen. Für die Krankenkassen würde dies zusätzliche Belastungen von etwa 0,2 Beitragssatzpunkten bedeuten. Das entspricht rund vier Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten.

Auch das würde die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenkassen schwächen. Die Studie geht davon aus, dass dadurch zusätzliche Belastungen von ebenfalls rund 0,2 Beitragssatzpunkten entstehen könnten. Zusammengenommen könnten beide Entwicklungen also zu einem Anstieg des durchschnittlichen Beitragssatzes um etwa 0,4 Prozentpunkte führen.

Die Analyse zeigt allerdings auch mögliche Gegenmaßnahmen auf, die die Einnahmesituation der gesetzlichen Krankenkassen verbessern könnten.

Dazu zählen unter anderem:

Im Jahr 2025 standen Einnahmen aus den allgemeinen Beiträgen von 335,9 Milliarden Euro Ausgaben in Höhe von 352,4 Milliarden Euro gegenüber. Die Lücke schließen die Kassen durch ihre Zusatzbeiträge und Rücklagen. Ministerin Nina Warken (CDU) sprach von einer weiterhin schwierigen Lage. „Seit 2024 steigen die Ausgaben wesentlich stärker als die Einnahmen, auch in diesem Jahr.“

Share.
Exit mobile version