Von Lucy Davalou mit AFP
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Nach Angaben der NGOs Sea Watch und Mediterranea Saving Humans in den sozialen Medien wird befürchtet, dass mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen seien, nachdem ein Boot mit Migranten im zentralen Mittelmeer gekentert sei.
32 Menschen wurden aus dem Boot gerettet, das am Samstagnachmittag Libyen verließ und 105 Menschen an Bord hatte. Zwei Leichen wurden geborgen, der Rest wird vermisst. Die NGO Mediterranea Saving Humans schrieb auf der Social-Media-Seite X, dass sich der Unfall in einer Such- und Rettungszone ereignete, die von libyschen Behörden verwaltet wird.
Die Überlebenden wurden von zwei Handelsschiffen gerettet, die sie zur italienischen Insel Lampedusa brachten. Nach dem internationalen Seerecht müssen Schiffe jedem helfen, der auf See angetroffen wird und Gefahr läuft, verloren zu gehen.
Ein von Sea-Watch veröffentlichtes Luftvideo zeigte zwei Männer, die sich am Rumpf des gekenterten Bootes festhielten, und die Annäherung eines der Handelsschiffe.
Mediterranea Saving Humans beschrieb den Unfall als „die Folge der Politik europäischer Regierungen, die sich weigern, sichere und legale Wege für Migranten zu eröffnen“.
Die zentrale Mittelmeerinsel Lampedusa – nördlich von Libyen und südlich des italienischen Festlandes – gilt als wichtiger Ankunftsort für Migranten, die sich auf die Reise von Nordafrika nach Europa begeben.
Nach Angaben der UN-Migrationsagentur IOM haben seit Anfang 2026 mindestens 683 Migranten ihr Leben verloren oder werden vermisst.
Nach Angaben der italienischen Regierung sind im gleichen Zeitraum 6.175 Personen auf italienischem Boden angekommen.











