„Wucher“ und „Abzocke“
Ärger um McDonald’s am Flughafen Antalya
27.07.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Fastfood zum Luxuspreis: Am Flughafen Antalya sorgen zweistellige Rechnungsbeträge für Cheeseburger für Aufsehen. Was es damit auf sich hat.
Speisen und Getränke sind am Flughafen deutlich teurer als anderswo – das wissen Reisende in der Regel. Was Urlauber jedoch am Flughafen Antalya bei McDonald’s erleben, übersteigt selbst diese ohnehin hohen Erwartungen.
In sozialen Netzwerken und auf Bewertungsportalen häufen sich Berichte über Rechnungen, die viele fassungslos zurücklassen: 80 Euro für zwei Menüs, ein Happy Meal und drei Shakes. 64 Euro für drei normale Menüs. Über zehn Euro für einen einzelnen Cheeseburger. Viele Besucher schreiben von „Wucher“, „Abzocke“ und sogar der „miesesten McDonald’s-Erfahrung ever“. Was ist da los?
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Warum es am Flughafen so teuer ist
Hinter den hohen Preisen steckt kein Zufall, sondern ein Prinzip, das an vielen Flughäfen weltweit gilt. Wer einen Gastronomiebetrieb im Sicherheitsbereich eines Flughafens betreiben möchte, zahlt dafür hohe Konzessionsgebühren und Mieten – deutlich mehr als an anderen Standorten. Hinzu kommen erhöhte Sicherheitsauflagen und Logistikkosten.

Entscheidend ist aber auch die Lage: Wer sich einmal hinter der Sicherheitskontrolle befindet, kann den Bereich in der Regel nicht mehr verlassen. Das Angebot ist begrenzt, die Konkurrenz fehlt – und Reisende, die kurz vor dem Abflug noch etwas essen möchten, haben kaum eine Wahl. Diese Kombination aus Monopolstellung und Zeitdruck ermöglicht es Betreibern, deutlich höhere Preise zu verlangen.
Dass McDonald’s dabei keine einheitlichen Preise vorschreibt, macht die Sache nicht besser. Die meisten Filialen weltweit werden von selbstständigen Franchise-Partnern betrieben, die ihre Preise eigenständig festlegen.
Hinzu kommt, dass die Preise auf den Anzeigetafeln in türkischen Lira angegeben sind. Für Reisende kommt der wahre Schock oft erst an der Kasse, wenn der Betrag in Euro umgerechnet wird oder man seine Kontoauszüge überprüft.

So vermeiden Sie den Preisschock am Flughafen
Wer am Flughafen für Essen oder Getränke nicht tief in die Tasche greifen möchte, isst am besten vor dem Sicherheitsbereich. Im öffentlichen Bereich des Flughafens sind die Preise deutlich niedriger. In der Regel dürfen Lebensmittel zudem problemlos ins Handgepäck. Mit einem mitgebrachten Snack lässt sich zumindest ein kleiner Hunger überbrücken.
Wer nach der Sicherheitskontrolle doch noch Hunger bekommt, sollte lieber vorher genau prüfen, was das Essen kostet. Das gilt besonders dann, wenn die Preise in einer anderen Währung angegeben sind. Wer genau hinschaut und umrechnet, erlebt später keine böse Überraschung an der Kasse.











