„Besser geht’s nicht“

Freiburgs Abwehrchef überragt – reicht es noch für die WM?


10.04.2026 – 08:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Matthias Ginter: Seine gute Leistung krönte er mit dem Tor zum 3:0. (Quelle: IMAGO/Ralf Brueck)

Bei den März-Länderspielen fehlte Matthias Ginter im DFB-Aufgebot von Julian Nagelsmann. Doch er macht weiter auf sich aufmerksam.

Nach dem völlig verdienten 3:0-Sie im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Celta Vigo steht der SC Freiburg mit mindestens einem Bein im Halbfinale. Damit würde der Klub Geschichte schreiben – noch nie standen die Breisgauer in einem internationalen Wettbewerb unter den letzten vier Teams.

Einen großen Anteil an der erfolgreichen Saison und der guten Ausgangslage vor dem Rückspiel am nächsten Donnerstag (ab 18:45 Uhr im t-online-Liveticker) in Spanien hat Abwehrchef Matthias Ginter. Der 32-Jährige überzeugte nicht nur defensiv und hatte einen großen Anteil daran, dass die Gäste nur eine richtige Torchance hatten. Er verwertete auch eine Ecke von Jan-Niklas Beste und stellte so das 3:0 her (78. Minute), durch das die Breisgauer eine exzellente Ausgangslage für die zweiten 90 Minuten des Duells haben.

Julian Schuster adelte seinen Abwehrchef: „Besser geht’s nicht. Beeindruckend.“ Vigos Stürmer Borja Iglesias kam überhaupt nicht ins Spiel, sah keinen Stich gegen Ginter. Auch Rekordnationalspieler und RTL-Experte Lothar Matthäus stimmte in die Loblieder mit ein, sagte, Ginter sei „überragend“ gewesen.

„Ich versuche das, was ich machen kann, zu beeinflussen“, sagte Ginter, der enttäuscht über die Nichtnominierung für die März-Länderspiele war. Letztmals spielte er vor fast drei Jahren für die deutsche Nationalmannschaft im Testspiel gegen die Ukraine (3:3). Unter Nagelsmann absolvierte Ginter noch kein Spiel. Im Vorfeld der Märzspiele gegen die Schweiz und Ghana gab es ein Telefonat zwischen dem Freiburger und dem Bundestrainer, das aus Ginters Sicht aufgrund des Ausgangs „enttäuschend“ verlief.

Auf einer Pressekonferenz verriet Nagelsmann aber, dass Ginter weiterhin in seinem Blickfeld sei: „Wir können nicht alle immer mitnehmen und jedem die Chance geben, aber versuchen schon, dass viele die Chance haben, sich auch zu zeigen. Der Zug ist nicht abgefahren.“

In Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Antonio Rüdiger, Malick Thiaw und Waldemar Anton nahm Nagelsmann fünf Innenverteidiger mit zu den Spielen gegen die Schweiz (4:3) und Ghana. Einen sechsten Innenverteidiger wird es nicht brauchen, am ehesten könnte wohl Thiaw für Ginter weichen. Aber klar ist: Mögliche Spielzeit bei der WM würde für Ginter schwierig werden. Tah und Schlotterbeck sind gesetzt, Rüdiger Back-up Nummer eins. Sowohl Thiaw als auch Anton bekamen in den Länderspielen keine Spielminuten.

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