Traditionsveranstaltung
Ende Mai wird Emden zum Mekka für Fisch-Fans
Aktualisiert am 19.04.2026 – 20:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Ende Mai wird Emden wieder zur Fisch-Hochburg. Die Emder Matjestage sind auch als besonderes Ausflugziel für Bremer attraktiv.
Traditionsschiffe bestaunen, Shantys hören und Matjes essen: Bei den Emder Matjestagen dreht sich alles um den Hering. Die 35. Ausgabe findet in diesem Jahr vom 29. bis 31. Mai statt. Es sei „das größte Matjesfest an der deutschen Nordseeküste“, betonte der Sprecher des Arbeitskreises Emder Matjestage, Frank Nowak. In den vergangenen Jahren sei das Interesse an dem maritimen Volksfest stetig gewachsen.
Das genaue Programm steht noch nicht fest. Besucher können sich aber auf viele Traditionsschiffe aus dem In- und Ausland, Livemusik, Bummeln auf dem Festgelände und natürlich ganz viel Matjes freuen.
Mit den Matjestagen erinnert Emden an die lange Tradition der ostfriesischen Heringsfischerei. Einst war der Fisch Grundnahrungsmittel und brachte Ostfriesland Wohlstand. Die Fischerei liege bis heute in den Genen der Seehafenstadt, sagte Nowak. Früher hätten viele Emder etwa als Fischer, Netzflicker oder Fassmacher gearbeitet.
1969 wurde die Fischerei nach Bremerhaven verlagert, nachdem sie zuvor mehr als 450 Jahre lang große wirtschaftliche Bedeutung für die Einwohner Emdens hatte. Matjes, also der jung gefangene, gesalzene und gereifte Hering, gilt heute als Fischdelikatesse.
Die Matjestage eignen sich als Ausflugsziel für Besucher aus Bremen. Mit dem Auto dauert die 130 Kilometer lange Strecke etwa 1 Stunde und 45 Minuten. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man etwa die selbe Zeit unterwegs.










