Newsblog zur Kommunalwahl in Bayern

„Tut weh“: Söder ordnet CSU-Ergebnisse ein


Aktualisiert am 09.03.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 10 Min.

Markus Söder: Ihn ärgern besonders die Ergebnisse in Bamberg und München. (Quelle: Malin Wunderlich)

Die Ergebnisse für die Kommunalwahl in Bayern sind da. Markus Söder ist besonders in zwei Städten nicht zufrieden. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Bayern-Wahl-Blog.

CSU-Chef Markus Söder bewertet die Kommunalwahl am zurückliegenden Sonntag als Erfolg für seine Partei. „Wir sind klar die Nummer eins“, sagte Söder. Die CSU habe in den Städten zugelegt und wird weiter eine große Zahl der Landräte stellen. „Bamberg tut weh“, sagte Söder mit Blick auf das Ausscheiden der ehemaligen Gesundheitsministerin Melanie Huml bereits im ersten Wahlgang. Als „besonders schön“ bezeichnete er das Ergebnis in seiner Heimatstadt Nürnberg, wo Amtsinhaber Marcus König mit klarem Vorsprung in die Stichwahl geht.

„Ärgerlich“ nannte Söder den Wahlausgang in München, wo CSU-Bewerber Clemens Baumgärtner nicht den Sprung in die Stichwahl geschafft hat. Die Konstellationen seien aber noch völlig offen. Wie auch in anderen Kommunen werde die Partei keine Vorgaben für die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene machen. „Klar ist nur: Nicht mit der AfD.“

Die AfD hat ihre besten Ergebnisse bei den Landratswahlen in Günzburg und Dingolfing Landau mit 24,2 und 18,3 Prozent geholt. Beides reicht aber nicht für einen Einzug in die Stichwahl, weil dort CSU-Kandidaten jeweils im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent erreichten. In den kreisfreien Städten ist die Partei in Schweinfurt mit 16,2 Prozent am stärksten. Aber auch hier reicht es nicht für die Stichwahl.

Bis alle Wahlzettel vom Sonntag ausgezählt sind, wird es noch dauern, allerdings liegen die vorläufigen Ergebnisse zu den Personenwahlen inzwischen vor.

Während bei den Münchner Sozialdemokraten Schockstarre herrscht, jubeln die Grünen wenige Kilometer entfernt auf ihrer Wahlparty. Denn ihr Kandidat für das OB-Amt in München, Dominik Krause, 32 Jahre jünger als SPD-Kandidat Dieter Reiter, hat den Amtsinhaber in die Stichwahl am 22. März gezwungen.

„Es ist ein kleiner Freudentaumel“, sagte Krause, der derzeit Zweiter Bürgermeister ist. Zwar habe sich in den vergangenen Wochen schon großer Zuspruch abgezeichnet, dass es so gut laufen würde, sei aber „eine sehr positive Überraschung“. Er nannte es „historisch“, dass ein Grünen-Kandidat in die Stichwahl um das Münchner Rathaus einzieht. Das habe es vorher noch nie gegeben.

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