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Home » Mario Voigt verliert Doktortitel der TU Chemnitz – und will klagen
Politik

Mario Voigt verliert Doktortitel der TU Chemnitz – und will klagen

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 11, 2026
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Mario Voigt verliert Doktortitel der TU Chemnitz – und will klagen

Thüringischer Ministerpräsident

Mario Voigt bleibt ohne Titel – jetzt will er klagen

Aktualisiert am 11.08.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 2 Min.

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ist mit einem Widerspruch gegen die Aberkennung seines Doktortitels gescheitert. (Archivbild) (Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-bilder)

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Thüringens Ministerpräsident steht wegen seiner Dissertation von 2008 schon seit Monaten unter Druck. Der Doktortitel ist ihm entzogen. Nun hat die TU Chemnitz über seinen Widerspruch entschieden.

Die Technische Universität Chemnitz bleibt bei ihrer Entscheidung, Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt den Doktorgrad zu entziehen. Ein Widerspruch des CDU-Politikers gegen die Aberkennung des Titels sei vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz zurückgewiesen worden, teilte ein Sprecher der Universität auf Anfrage mit. Zuvor hatte der „Stern“ berichtet.

Ein Anwalt Voigts teilte mit, dass die Entscheidung der TU Chemnitz nicht überraschend sei. „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“

  • Vorwürfe gegen Ministerpräsident: Voigt in der Kritik
  • Streit mit Universität: Thüringens Ministerpräsident soll Doktortitel verlieren

Dabei bekommt er Rückendeckung aus seinem Kabinett. „Mario Voigt hat ein Recht auf eine juristisch fundierte Prüfung und Entscheidung“, sagte Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. „Ich sehe nicht, dass die Entscheidung der TU Chemnitz diese ersetzen würde und vertraue auf den Rechtsstaat.“

Erste Vorwürfe kamen im Wahlkampf auf

Voigt steht seit Monaten wegen seiner akademischen Arbeit unter Druck. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry“ aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben. Die ersten Plagiatsvorwürfe waren kurz vor der Landtagswahl 2024 aufgekommen.

Damals war Voigt mit seiner CDU noch in der Opposition und trat als Spitzenkandidat der Christdemokraten an. Die CDU witterte damals eine Schmutzkampagne im Wahlkampf. Nach der Wahl bildete Voigt eine Regierung aus CDU, BSW und SPD – die sogenannte Thüringer Brombeer-Koalition – und wurde im Landtag zum Regierungschef gewählt.

Im Januar 2026 wurde dann bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung zu der Entscheidung gekommen ist, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Schon damals kündigte Voigt an, sich gegen diese Entscheidung zu wehren – notfalls vor Gericht.

AfD setzt Voigt seit Monaten unter Druck

Dieser Punkt könnte nun erreicht sein. „Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit“, so Voigts Anwalt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein „externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat“.

Vor allem die oppositionelle AfD mit ihrem Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke setzt Voigt wegen des Entzugs seines Doktortitels immer wieder unter Druck. Anfang Februar hatte die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt losgetreten – Höcke trat dabei selbst für den Posten des Ministerpräsidenten an und scheiterte. Voigt blieb im Amt.

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