Trauer um großen Schauspielstar
Diese Mario-Adorf-Szenen sind legendär
09.04.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 4 Min.
In seiner langen Karriere spielt er in über 200 Rollen mit. Jetzt trauert die Filmwelt um Mario Adorf. Diese Werke des Schauspielers sind besonders sehenswert.
Mario Adorf übernahm in seinem langen Leben viele Rollen – vom Kleinganoven, über den Wildwestschurken, den protzigen Promiwirt bis hin zum Holocaust-überlebenden. Er gehörte zu den großen deutschen Film- und Fernsehstars der Nachkriegsgeschichte. Adorf spielte in Filmen wie in „Der Tod trägt schwarzes Leder“ (1974), „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975), „Die Blechtrommel“ (1979) „Lola“ (1981) und „Der Schattenmann“ (1996) mit.
Mit Robert Siodmaks Drama „Nachts, wenn der Teufel kam“ schaffte der 26 Jahre alte Adorf den Durchbruch als Schauspieler. Der Film handelt von einer Mordserie an Frauen im Nationalsozialismus. Als Täter machen die Ermittler Bruno Lüdke (gespielt von Adorf) aus. Dass dieser eine geistige Behinderung hat, passt in das menschenverachtende Weltbild der Nazis. Sie planen einen Schauprozess. Dann zweifeln sie: Räumen sie nicht ihr eigenes Versagen ein, wenn der Mann jahrelang töten konnte, ohne gefasst zu werden?
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Im Nachhinein bedauerte Adorf diese Rolle. Beim Dreh war man davon ausgegangen, dass der Film auf Tatsachen beruhte. Später kam heraus, dass Lüdke unschuldig war und von den Nazis als frauenmordendes Monster inszeniert worden war. „Ich habe einem Menschen, der wirklich gelebt hat, eine monströse Geschichte gegeben, die überhaupt nicht stimmt“, sagte Adorf 2020 der „Zeit“. Lüdke sei ein Opfer gewesen. „Die SS war der Teufel, nicht Bruno!“
„Winnetou 1. Teil“ (1963)
In „Winnetou 1. Teil“ spielte Mario Adorf den Bösewicht Santer, der Winnetous Schwester Nscho-tschi ermordete.
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Adorf sagte mit Blick auf diese Rolle mal zur Deutschen Presse-Agentur: „Immer wieder treffe ich Leute, die sagen: ‚Dass du die Nscho-tschi erschossen hast, das habe ich dir lange Jahre nicht verziehen. Ich habe dich dafür gehasst.‘ Das ist ein Satz, den ich zigtausend Mal gehört habe.“ Dabei sind sich Adorf und Schauspielerin Marie Versini während der Dreharbeiten nicht einmal begegnet: „Ich hab‘ irgendwohin in die Luft gezielt“, sagte Adorf. Die Einstellung, in der Nscho-tschi tödlich getroffen zu Boden sinkt, wurde an einem ganz anderen Tag ohne Adorf gedreht.










