Erste Cheftrainerin der Bundesliga

Ehemann von Union-Trainerin ist ebenfalls ein Coach


12.04.2026 – 08:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Marie-Louise Eta übernimmt Union Berlin im Bundesliga-Endspurt. (Quelle: IMAGO/Axel Kammerer/imago)

Union Berlin hat Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin ernannt. Bei der 34-Jährigen dreht sich auch im Privaten viel um Fußball.

Am späten Samstagabend hat sich Union Berlin völlig überraschend von Trainer Steffen Baumgart getrennt. Wie die Köpenicker kurz vor Mitternacht mitteilten, muss der Coach mit sofortiger Wirkung gehen. Marie-Louise Eta, bisherige U19-Trainerin, übernimmt interimistisch und wird damit zur ersten Cheftrainerin in der Herren-Bundesliga.

Ihr erster Auftritt im deutschen Oberhaus ist es allerdings nicht. Schon vor zweieinhalb Jahren arbeitete sie bei der ersten Mannschaft Unions, unterstützte damals Nenad Bjelica und Marco Grote als Co-Trainerin. Nun ist sie selbst der Chef. „Der Verbleib in der Bundesliga ist angesichts der Punkteabstände in der unteren Tabellenhälfte noch nicht gesichert. Ich freue mich, dass mir der Verein diese anspruchsvolle Aufgabe anvertraut“, sagte sie zu der Beförderung.

Den Posten soll Eta bis zum Sommer bekleiden, danach wird sie Unions Frauenteam, das ebenfalls in der Bundesliga spielt, übernehmen. Mit Wechseln zwischen dem Herren- und dem Frauenbereich kennt sich unterdessen auch Marie-Louise Etas Ehemann bestens aus: Benjamin Eta ist ebenfalls Fußballtrainer.

Nach einer Laufbahn als Amateurspieler schlug der gebürtige Hamburger eine Karriere als Coach ein. Seine ersten Stationen waren BW Schenefeld und TuS Schwachhausen, anschließend übernahm er den Bremer SV und wurde dort 2022 als Bremer Trainer des Jahres ausgezeichnet. Es folgten weitere Stationen beim SC Weiche und Tennis Borussia Berlin, ehe Benjamin Eta 2025 die zweite Frauenmannschaft von RB Leipzig übernahm.

Seit 2014 sind Benjamin und Marie-Louise Eta verheiratet. Die Trainerin hatte zuvor ihren Geburtsnamen Bagehorn getragen, unter diesem selbst in der Bundesliga gespielt. In einem Gespräch mit „RBB24“ bestätigte Benjamin Eta, dass sich bei den beiden Trainern auch im Privaten viel um Fußball drehe. „Wenn man sein Hobby und seine Leidenschaft zum Beruf machen kann, ist es doch das Beste, was es gibt. Deswegen haben wir schon zuhause auch viel mit Fußball zu tun“, sagte er. Es gibt aber auch andere Themen: „Snowboarden im Winter, im Sommer auf dem Wasser aktiv sein oder Padel-Tennis. Eigentlich immer mit Sport verbunden.“

Share.
Exit mobile version