Gesundheitliche Sorgen
Schlagerstar Marianne Hartl bangte um ihr Gehör
10.04.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Manchmal sind es unerwartete Wendepunkte, die den Alltag nachhaltig verändern. Für Marianne Hartl wurde genau das zur neuen Realität.
Eine Diagnose bringt für viele Menschen tiefgreifende Veränderungen mit sich – besonders dann, wenn sie den eigenen Beruf betrifft. Auch Schlagerstar Marianne Hartl musste sich genau dieser Situation stellen.
Vor rund drei Jahren habe ihr Arzt ihr geraten, ein Hörgerät zu tragen, berichtete sie im Gespräch mit „Schlager.de“. Für die Sängerin war das ein Einschnitt, denn sie bemerkte zunehmend Schwierigkeiten beim Singen. Vor allem hohe Töne habe sie nicht mehr richtig wahrgenommen. Diese Erfahrung habe sie verunsichert – so sehr, dass sie sogar an ihrer eigenen Stimme zweifelte. Im Rückblick erinnerte sie sich an ein Gespräch mit ihrem Mann, in dem sie sagte: „Ich glaube, ich kann nicht mehr singen.“
Mit dem Einsatz des Hörgeräts habe sich die Situation jedoch grundlegend verändert. Seitdem bereite ihr das Singen wieder Freude. Auch in ihrem Alltag mache sich das bemerkbar. Mit einem Augenzwinkern schilderte sie: „Zur Freude aller Nachbarn schreie, brülle, singe und jodle ich im Wald.“ Für sie bedeute das nicht nur eine Rückkehr zur Musik, sondern auch eine spürbare Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Aus ihren Erfahrungen leitet die 73-Jährige eine klare Empfehlung ab: frühzeitig zu handeln. Gerade Musiker seien auf der Bühne oft extremer Lautstärke ausgesetzt. Sie erklärte: „Der Schlagzeuger war immer unmittelbar hinter mir. Also musste man, damit man seine eigene Stimme noch hört, lauter stellen.“ Für sie könne das ein möglicher Grund sein, warum viele Künstler mit Hörproblemen konfrontiert seien.
Zu Beginn habe sie dennoch gezögert, ein Hörgerät zu nutzen. Sie habe es zunächst als umständlich empfunden und sich Gedanken darüber gemacht, ob es sichtbar sei. Inzwischen habe sich diese Sichtweise geändert. Sie erklärte: „Ich habe natürlich den Vorteil, dass meine Haare das Ohr bedecken.“ Entscheidend sei für sie aber vor allem der praktische Aspekt: Das Gerät sei leicht, kaum spürbar und im Alltag problemlos. Heute spiele das Thema für sie keine große Rolle mehr.
