Ministerpräsidentin

Bald SPD-Parteivorsitzende? Das sagt Manuela Schwesig

26.08.2026 – 13:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Manuela Schwesig (M.) mit Bärbel Bas und Lars Klingbeil. (Quelle: Sebastian Semmer/imago)

Seit Wochen halten sich die Gerüchte, dass Manuela Schwesig nach den Landtagswahlen SPD-Parteichefin werden könnte. Sie hat dazu eine klare Meinung.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin will nach eigenen Angaben nicht die Führung der SPD übernehmen. „Ich habe nicht vor, Parteivorsitzende zu werden“, sagte sie dem „Spiegel“. „Ich kandidiere für das Amt der Ministerpräsidentin“, betonte sie anlässlich der anstehenden Landtagswahl am 20. September.

Dabei stellte sie sich auch hinter die aktuellen Parteivorsitzenden. „Ich habe Lars Klingbeil und Bärbel Bas von Anfang an unterstützt und arbeite auch gut mit ihnen zusammen“, sagte Schwesig. „Das bedeutet nicht, dass wir immer einer Meinung sind, aber ich schätze an beiden, dass sie andere Meinungen respektieren und einen Austausch darüber zulassen.“

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„Für mich ist es wichtig, über Inhalte zu reden und keine Personaldiskussionen zu führen“, betonte Schwesig. Sie trittbei der Landtagswahl im September für fünf weitere Jahre als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern an.

Angesichts von interner Kritik am Regierungskurs, schlechter Umfragewerte und befürchteter Niederlagen bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gibt es in der SPD vermehrt Kritik an Bas und Klingbeil. Schwesig wird immer wieder als wahrscheinlichste Alternative genannt.

SPD liegt in Umfragen hinten

Ihre SPD regiert in Mecklenburg-Vorpommern aktuell zusammen mit der Linkspartei, mit der sie laut Umfragen bei der kommenden Wahl aber keine Mehrheit mehr bekäme. Derzeit kommt die SPD in Mecklenburg-Vorpommern mit 29 Prozent auf Platz zwei. Dies wären rund zehn Prozentpunkte weniger als bei der vorigen Wahl im Jahr 2021.

Die AfD führt mit 36 Prozent. Die Linke liegt bei elf bis zwölf Prozent vor der CDU mit neun bis zehn Prozent. Die Grünen müssen mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag bangen. Sollten die Grünen den Einzug ins Parlament schaffen, ergäbe sich für Schwesig die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Regierung.

Die FDP könnte mit drei oder weniger Prozent ausscheiden. Das BSW könnte den Sprung ins Parlament mit vier Prozent verpassen.

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