Neue Kritik nach Schulbesuch
Hagel reagiert schroff auf Lehrerin
Aktualisiert am 06.03.2026 – 10:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg besucht CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel eine Schulklasse. Nach dem Auftritt steht er erneut in der Kritik.
Ausgerechnet ein weiterer Schulbesuch von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel löst nun erneut Kritik aus. Der Politiker besucht kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg am Sonntag eine Klasse in Stuttgart und wird dabei von einer Kamera des ARD-Mittagsmagazins begleitet. Hängen bleibt vor allem ein schroffer Satz an die Lehrerin der Klasse.
Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerin stellen Fragen an Hagel – letzteres scheint Hagel nicht zu passen, er reagiert eher kurz angebunden. Auf die Frage eines Schülers, warum die Inklusionslehrerinnen und -lehrer immer seltener kämen, antwortet der CDU-Politiker zunächst „Weil wir da zu wenig Stellen haben und zu wenig Lehrer ausbilden. Und das wollen wir korrigieren, dass wir hier mehr Lehrerinnen und Lehrer haben.“
Die Lehrerin möchte dazu noch eine Nachfrage stellen, Hagel reagiert schroff und unterbricht sie mit den Worten „Ich spreche gerade mit den Schülern“. Die Atmosphäre im Klassenzimmer kippt deutlich.
Zuvor hatte die Lehrerin der Klasse Hagel angeboten, er könne den Schülerinnen und Schülern den Treibhausgaseffekt erklären. Dieser stimmt zu, beginnt zu erklären: „Zwischen der Erde und der Sonne ist die Atmosphäre. Und wenn die immer dünner wird, dann wird die Sonne immer heißer. Und der Grund dafür sind Abgase, CO2, und das ist dieser Treibhauseffekt.“
Fachlich ist das allerdings falsch, denn zusätzliche Treibhausgase wie CO2 sorgen dafür, dass weniger Wärme an den Weltraum abgegeben werden kann und die Atmosphäre und Erde sich erwärmt. Dünner – wie von Hagel behauptet – wird die Atmosphäre nicht. In dem Beitrag bleibt die Erklärung des Politikers allerdings uneingeordnet stehen.
In der vergangenen Woche wurde bereits Kritik an Hagel laut, nachdem eine grüne Bundestagsabgeordnete ein acht Jahre altes Video mit ihm in den sozialen Medien gepostet hatte. Hagel, damals 29 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, berichtet darin von einem Schulbesuch. In der Klasse hätten 80 Prozent Mädchen gesessen. „Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagt Hagel. Dann geht er auf eine Schülerin ein: „Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Für diese Aussagen wurde der CDU-Spitzenkandidat heftig kritisiert.