Er wollte sich die Scheidungskosten sparen
Mann wirft Ehefrau aus 22. Stock in den Tod
31.07.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann fasst einen teuflischen Plan: Er stößt seine Frau in den Tod – und stellt das Ganze als Sexunfall dar. Nach der Tat mimt er den Trauernden und sammelt Spendengelder ein.
Das Landgericht in Frankfurt hat einen 60 Jahre alten Mann am Freitag wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Frühjahr 2023 seine damalige Ehefrau von einem Balkon im 22. Stock eines Frankfurter Hotels rund 60 Meter in die Tiefe gestoßen hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Mann soll seine Frau „wie einen Müllsack“ entsorgt haben, wie der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung sagte. „Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe“, sagte er in Richtung des 60-Jährigen. Dieser hatte sich in dem gesamten Prozess nicht geäußert.
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Mord in Hotel: Zeugen hörten Schreie: „Nein, nein“
Laut den Ermittlungen hatte der verheiratete Mann eine Affäre. Diese habe von ihm verlangt, sich von seiner Ehefrau zu trennen. Einen Tag vor der Tat buchte der Mann eine Nacht in einem Hotel. Hotelgäste hörten noch einen lauten Schrei und die Rufe „Nein, nein“. Als später die Leiche der Frau entdeckt wurde, war sie fast nackt.
Der 60-Jährige gab an, der Sturz sei ein Unfall beim Sex auf dem Balkon gewesen. Doch die Ermittlungen ergaben, dass der Mann im Internet gezielt nach unauffälligen Tötungsarten suchte. Zwei Jahre nach dem Mord, im April 2025, erließ ein Gericht schließlich Haftbefehl gegen den Mann.
Er habe seine Ehefrau zum Objekt degradiert und aus dem Weg geschafft, um ein ungestörtes Leben mit seiner Affäre führen zu können – so formulierte es der Vorsitzende Richter laut „Hessenschau“. Er habe sich mit der Tat auch eine teure Scheidung sparen wollen.
Täter sammelte Spenden für sich und die neue Familie
Der nun Verurteilte und das Opfer sollen elf Jahre lang verheiratet gewesen sein und mit den zwei gemeinsamen Kindern in einem Einfamilienhaus in Rodgau (Landkreis Offenbach) gelebt haben. Die Affäre soll laut Staatsanwaltschaft mehr als 20 Jahre jünger gewesen sein. Nach der Tat hatte sich der 60-Jährige mit seiner damaligen Affäre und seinen beiden Kindern aus der Ehe ein neues Leben aufgebaut. Laut „Frankfurter Rundschau“ arbeitete der Mann als Manager bei Fraport, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens.
Laut „Hessenschau“ sammelte der Mann nach dem Tod seiner Frau sogar Spenden für sich, seine neue Partnerin und die Kinder: Mehr als 10.000 Euro seien dadurch zusammengekommen.










