Versuchtes Tötungsdelikt

Brutaler Angriff – SEK nimmt Nachbar fest


Aktualisiert am 01.09.2026 – 05:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Tatort in Hattingen: Die Mordkommission ermittelt nach Fund eines Schwerverletzten. (Quelle: Justin Brosch/dpa/dpa-bilder)

Ein 61-Jähriger wird vor einem Wohnhaus in Hattingen in NRW schwer verletzt gefunden. Das SEK wird angefordert – und dann gibt es eine Festnahme.

Nach einem lebensgefährlichen Angriff auf einen 61-Jährigen in Hattingen in Nordrhein-Westfalen haben Spezialkräfte der Polizei einen Nachbarn des Mannes festgenommen. Der Verdächtige sei vor das Nachbarhaus getreten und habe sich dort widerstandslos festnehmen lassen, sagte eine Polizeisprecherin. Er soll am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der 61 Jahre alte Mann war zuvor gegen 15.20 Uhr schwer verletzt in der Einfahrt seines Grundstücks gefunden worden. Daraufhin lief ein größerer Polizeieinsatz an. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Verdächtige bewaffnet ist, wurden Spezialeinsatzkräfte angefordert. Diese konnten Kontakt zu ihm aufnehmen und ihn schließlich festnehmen.

Gesundheitszustand kritisch

Der Schwerverletzte wurde vor Ort behandelt und dann mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Sein Gesundheitszustand sei kritisch und Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden, teilten die Ermittler am späten Abend mit.

Der 61-Jährige schwebte offenbar zeitweise in Lebensgefahr. (Quelle: Justin Brosch/dpa/dpa-bilder)

Man gehe von einem versuchten Tötungsdelikt aus, hieß es. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen. Zur Art der Verletzungen und zur möglichen Tatwaffe machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Der Bereich um den Ort, an dem der Mann gefunden wurde, wurde wegen der Spurensicherung abgesperrt. Ob es sich beim Fundort auch um den Tatort handelt, war noch unklar.

Nach „Bild“-Informationen soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Bruder des Opfers handeln. Die deutschen Brüder sollen demnach Nachbarn sein. Auch berichtete die Boulevardzeitung, dass das Opfer eine Axt im Kopf gehabt habe. Zudem habe der Mann eine schwere Verletzung im Rücken gehabt. Die Berichte, wonach es sich um einen Axtangriff gehandelt habe, kommentierte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

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