Fall von „Upskirting“
Mann filmt Cheerleadern des 1. FC Köln unter den Rock
Aktualisiert am 09.02.2026 – 15:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Mann mit Handy, ein Karnevalszelt und viele Zeugen: In Lechenich wird Cheerleadern des 1. FC Köln unter den Rock gefilmt.
Kurz vor dem Beginn des Kölner Straßenkarnevals ist es im Erftstädter Stadtteil Lechenich zu einem unschönen Vorfall gekommen. Die Cheerleader des 1. FC Köln waren zu Gast auf einer Karnevalsveranstaltung, als ihnen auf dem Weg zur Bühne von einem Mann unter den Rock gefilmt wurde.
Das Video, welches die Cheerleader des 1. FC Köln selbst auf der Plattform TikTok hochgeladen haben, zeigt die Gruppe beim Einlaufen in das Festzelt, umgeben von verkleideten Zuschauern. Im Hintergrund ist ein auf dem Boden hockender Mann mit schwarzem Hut und Brille erkennbar. In der Hand hält er ein Handy.
Bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, wie er den vorbeilaufenden Cheerleaderinnen unter den Rock filmt. Weitere Männer stehen um ihn herum. Eine der Tänzerin bemerkt beim Vorbeilaufen, dass sie von unten gefilmt wird und schüttelt verständnislos mit dem Kopf.
Mit den Worten: „Kann man noch dreister sein? Wir sind immer noch fassungslos über solches Verhalten! Wie verhält man sich in dem Moment?“, teilte der Verein das Video im Internet. Mehr als 700 Kommentare sammelten sich innerhalb eines halben Tages unter dem Clip, die Mehrheit zeigt sich mit den Cheerleadern des FC Köln solidarisch.
„Handy nehmen und auf den Boden schmeißen! Ohne Worte, wirklich“, kommentiert eine Userin. Eine weitere zeigt sich über die mangelnde Hilfsbereitschaft des Publikums empört: „Also da stehen so viele Leute drumherum, aber niemand macht was.“ Auch besorgte Eltern melden sich zu Wort: „Aus dem Grund möchte ich nicht, dass mein Kind Gardetanz oder Cheerleading macht, obwohl die Mädels das so toll machen. Aber die Vorstellung, dass jemand meinem Kind aufs Höschen starrt, widert mich an“.
„Wir sind in Kontakt mit dem Veranstalter und der Vorfall ist in Klärung! Der Vorfall wird von beiden Seiten nicht toleriert und wir weisen dem Veranstalter keine Schuld zu“, erklärten die Cheerleader des 1. FC Köln im Kommentarbereich des Beitrags. „Danke für eure Unterstützung und euren Zuspruch – dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass das unsererseits kein Aufruf zur Selbstjustiz gegen den Herren mit der Handykamera sein soll. Der Karneval hat auch Schattenseiten, dies ist eine davon“, heißt es weiter.










