Grotesker Prozess
Schwabe will Schmerzensgeld – wegen scharfer Salsa
13.03.2026 – 09:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann aus Schwaben freut sich auf Tacos in einem New Yorker Restaurant – und verklagt den Laden. Der Richter kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.
Ein deutscher Tourist hat vor einem US-Gericht ein Taco-Restaurant auf Schmerzensgeld verklagt – und verloren. Die Klage des Mannes wurde abgewiesen, wie ein von der US-Justiz veröffentlichtes Dokument zeigt, über das mehrere Medien berichteten. Das Urteil fiel demnach bereits am 15. Februar.
Der Mann aus dem Landkreis Biberach in Schwaben hatte im Sommer 2024 drei Tacos mit scharfer Soße am berühmten Times Square gegessen und verlangte von dem Restaurant insgesamt rund 100.000 US-Dollar Schadensersatz – weil die Soße seiner Meinung nach zu scharf war. Er habe „viel zu viel Soße“ in den Taco gegeben, sagte der Deutsche laut CBS News. „Mein Mund und meine Zunge brannten sofort.“
Er habe an Übelkeit und Erbrechen gelitten. „Für jemanden wie mich, der in Deutschland praktisch nie scharf isst, war das ein großer Schock, sowohl körperlich als auch psychisch“, so der Schwabe. Er begründete seine Klage damit, dass das Restaurant besser über den Schärfegrad hätte informieren müssen, etwa mit Warn-Aufklebern.
Doch der Vorsitzende Richter sah es anders, wie unter anderem das Magazin „People“ berichtete. Bisher habe sich in dem Restaurant noch nie jemand über die Schärfe der Soßen beschwert, sagte er. Eine kurze Google-Suche „hätte wahrscheinlich ergeben, dass Salsa ziemlich scharf sein kann“, sagte er.
Und er legte nach: „Tatsächlich ist bei Salsa die Schärfe oft das Wichtigste.“ Dem Lokal sei daher kein Vorwurf zu machen. Der Schwabe geht damit leer aus. Dem Portal „Gothamist“ erklärte er, keine weiteren Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen zu wollen.
