Mitten am Tag in Berlin-Neukölln
Mann auf belebter Einkaufsstraße niedergeschossen
13.03.2026 – 19:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Schuss kracht, eine Kugel trifft einen 25-Jährigen. Die Polizei sperrt die Straße ab – jetzt haben Sonderermittler den Fall übernommen.
In Berlin hat die erst vor Kurzem gegründete Ermittlungseinheit BAO „Ferrum“ den nächsten Fall übernommen: Die dem Landeskriminalamt zugeordnete Besondere Aufbauorganisation ermittelt nach einer Schussabgabe im Bezirk Neukölln.
Wie die Beamten am Freitag mitteilten, schoss ein bisher unbekannter Täter gegen 13.40 Uhr einem 25-Jährigen ins Bein. Der Schuss fiel nach ersten Erkenntnissen auf dem Bürgersteig der Karl-Marx-Straße, einer der großen Durchgangsstraßen mit zahlreichen großen Geschäften im nördlichen Neukölln.
Zeugen hörten einen Knall, wie ein Polizeisprecher sagte. Auf dem Boden wurde eine Patronenhülse gefunden.
Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort werde der Mann aktuell behandelt, schrieben die Beamten vier Stunden nach dem Schuss auf X. Lebensgefahr bestand ersten Angaben zufolge nicht.
Die Polizei sperrte die Straße zwischen der Thomasstraße und Werbellinstraße mit einem größeren Aufgebot in beiden Richtungen ab. Kriminaltechniker vom Landeskriminalamt (LKA) untersuchten den Tatort nach Spuren.
Die BAO „Ferrum“ (lateinisch für Eisen) wurde nach zahlreichen Schießereien Ende vergangenen Jahres eingerichtet. Sie geht seither unter anderem mit umfangreichen Razzien in Bars und Restaurants und an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor.
Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) sprach zuletzt von einer neuen Bedrohungslage durch Bandenkriege in der Hauptstadt. „Wir sehen inzwischen rivalisierende Banden, die auf Berlins Straßen sichtbar Gewalt einsetzen, sei es durch Handgranatenwürfe auf Lokale, sei es durch Schüsse auf Menschen, Fahrzeuge und auch Gebäude“, sagte Badenberg dem RBB-Inforadio.
