Nach mehr als 50 Jahren

Luxus-Haus schließt – Mallorca verliert Kult-Restaurant


07.03.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Außenansicht von Béns d’Avall: Kulinarisches Wahrzeichen Mallorcas macht dicht – vorerst. (Quelle: Google Earth )

Prominente Gäste, Michelin-Stern, mehr als 50 Jahre Geschichte: Auf Mallorca schließt das bekannte Restaurant „Béns d’Avall“.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang stand das Restaurant „Béns d’Avall“ für gehobene Küche auf Mallorca. Nun kündigt das Haus seine Schließung an. Damit verliert die Insel ein gastronomisches Wahrzeichen, das über Jahrzehnte die Entwicklung der Haute Cuisine auf den Balearen geprägt hat, berichtet das „Mallorca Magazin“.

Das Restaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist, zog in dieser Zeit Gäste aus aller Welt an. Auch prominente Persönlichkeiten nahmen hier Platz, darunter Michelle Obama, Michael Douglas, Pierce Brosnan und der emeritierte König Juan Carlos I.

Für die Betreiberfamilie Vicens ist die Schließung jedoch kein endgültiger Abschied. Vielmehr handele es sich um eine strategische Entscheidung, um das Projekt neu auszurichten, beteuert man. Chefkoch Benet Vicens und seine Frau Catalina Mayol erklärten, man wolle das Restaurant weiterentwickeln und an moderne Formen der Gastlichkeit und Kreativität anpassen. Mit dem neuen Konzept wollen sie voraussichtlich im März 2027 starten, teilten sie ihren Fans auf Facebook mit.

Das zukünftige Angebot soll sich deutlich vom bisherigen unterscheiden. Künftig will das Restaurant auf das traditionelle Degustationsmenü verzichten und stattdessen ein à-la-carte-Erlebnis anbieten. Gleichzeitig sollen die Werte erhalten bleiben, die das Haus über Jahrzehnte geprägt haben: regionale Küche, hochwertige lokale Produkte und ein hoher Anspruch an Service und Qualität.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Gastronomie auf Mallorca zu kämpfen hat. Viele traditionsreiche Lokale auf der Insel müssen ihre Konzepte überarbeiten, um neue Zielgruppen zu erreichen. Gleichzeitig dürfen sie ihre Stammkundschaft aber nicht verprellen – ein herausfordernder Balanceakt.

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