Mailand hat sich offiziell der Liste italienischer Städte angeschlossen, die die Verwendung von Schlüsselboxen für Kurzzeitmieten verbieten.
Ab Januar 2026 ist die Verwendung dieser Boxen aufgrund eines Stadtratsbeschlusses, der ihre Installation ausdrücklich vorsieht, nicht mehr zulässig.
Der Für Schlüsselkästen gilt ein Verbot auf Straßenmobiliar, Verkehrsschildern, Zäunen, Toren, Lichtmasten oder anderen Strukturen auf öffentlichem Gelände angebracht werden. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, riskiert zusätzlich zu den Kosten für die Entfernung ein Bußgeld zwischen 100 und 400 Euro.
Schlüsselkästen werden häufig verwendet, um Gästen den unabhängigen Check-in zu ermöglichen. Die Gemeinde betont jedoch, dass diese Boxen ohne Genehmigung zur Nutzung öffentlicher Räume und ohne Zahlung der entsprechenden Gebühren eine missbräuchliche Nutzung öffentlichen Eigentums zum privaten Vorteil darstellen.
Die Entschließung verweist auch auf Sicherheitsgründe und besagt, dass Schlüsselkästen für illegale Aktivitäten, einschließlich Drogenhandel, verwendet werden können, wie in jüngsten gerichtlichen Ermittlungen deutlich wurde.
Wohnungseigentümer haben 30 Tage Zeit, der Auflage nachzukommen und die Kartons zu entfernen; Tun sie dies nicht, müssen sie das Bußgeld bezahlen und die Kosten für die Entfernung durch die Gemeinde tragen.
Andere italienische Städte verbieten bereits Schlüsselboxen
Mailand ist nicht die erste Stadt, die solche Maßnahmen ergreift. Angesichts der Zunahme von Kurzzeitmieten haben Touristenstädte wie Florenz, Bologna, Rom und Venedig bereits Schlüsselboxen verboten, um den städtischen Anstand zu schützen und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
In Florenz beispielsweise verbietet ein im vergangenen Februar verabschiedeter Beschluss die Installation von Schlüsselkästen auf öffentlichem Grund und verlangt deren Entfernung innerhalb von zehn Tagen sowie die Verhängung von Verwaltungsstrafen.
Vom Tar zum Staatsrat
Auch Rom hat eine Aktion zur Entfernung von Schlüsselkästen auf seinen Straßen gestartet, allerdings nicht ohne Probleme.
Der stellvertretende Staatsanwalt Alessandro Di Cicco erklärte die Beschlagnahmung der Logen durch die örtliche Polizei für rechtswidrig, da sie „ohne eine vorläufige Feststellung der Beherbergungsbetriebe, mit denen sie in Verbindung gebracht werden könnten, und der Frage, ob der Manager oder Eigentümer dieser Einrichtungen die Gäste persönlich identifiziert hatte, eingeleitet worden sei“.
Mittlerweile hat das Innenministerium die Durchführung persönlicher Check-ins für Beherbergungsbetriebe vorgeschrieben und begründet dies mit Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, um Risiken im Zusammenhang mit der Unterbringung nicht identifizierter oder potenziell gefährlicher Personen vorzubeugen.
Der Self-Check-in über Schlüsselboxen machte es schwieriger, Gäste zu verfolgen, was zu einer Lücke bei der Rechenschaftspflicht führte. Kommunale Räumungsbetriebe orientierten sich daher an dieser Richtlinie. Das Ministerium verknüpfte die Maßnahme auch mit dem Anstieg Kurzzeitmieten, Dies könnte durch große öffentliche und touristische Veranstaltungen wie das Jubiläum 2025 noch verstärkt werden, wodurch möglicherweise sowohl die Besucherzahlen als auch der Missbrauch von Beherbergungseinrichtungen zunehmen.
Im Mai 2025 annullierte das Verwaltungsgericht der Region Latium das Viminale-Rundschreiben, das die persönliche Identifizierung von Gästen und das Verbot von Schlüsselkästen vorsah, und befand es für unverhältnismäßig und im Hinblick auf Sicherheitsziele nicht ausreichend gerechtfertigt. Im November 2025 hob der Staatsrat diese Entscheidung jedoch auf und bestätigte, dass die persönliche Identifizierung der Gäste weiterhin obligatorisch ist und dass der Selbst-Check-in über Schlüsselboxen verboten ist, sofern keine gültigen Methoden der visuellen Überprüfung eingesetzt werden.
Angesichts dieses rechtlichen Rahmens betrachtet die Stadt Rom weiterhin die Installation von Schlüsselkästen als illegal, insbesondere in Bezug auf öffentliche Räume oder von öffentlichen Räumen aus sichtbare Gebäudeteile.
Bürger protestieren gegen die Verbreitung von Schlüsselkästen
Die Verbreitung von Schlüsselkästen hat auch in italienischen Städten heftige Reaktionen an der Basis ausgelöst, wo Anwohner und lokale Komitees die Auswirkungen von Kurzzeitmieten auf das städtische und soziale Gefüge anprangern.
In Trastevere, einem historischen Viertel in Rom, gibt es eine Reihe von Kisten wurden sabotiertmit Aufklebern beklebt oder in sozialen Netzwerken gepostet als Symbol des Protests gegen die Verbreitung von Touristenvermietungen und Overtourism.
Bürgeraktionen zielen darauf ab, darauf aufmerksam zu machen, dass Schlüsselkästen zur Gentrifizierung beitragen, da die Mietpreise steigen und der verfügbare Wohnraum für historische Bewohner und traditionelle Unternehmen allmählich verschwindet.
Auch in zentralen Bezirken von Florenz, Venedig und Mailand haben Bürgergruppen verdächtige Schlüsselkästen gemeldet und eigenständig entfernt, Online-Petitionen gestartet und Aufklärungskampagnen organisiert, um mehr Kontrolle durch die Kommunen zu fordern.










