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Dieser Märchenfilm aus den Achtzigern weckt Kindheitserinnerungen


Aktualisiert am 18.07.2026 – 04:09 UhrLesedauer: 2 Min.

„Mit dem Teufel ist nicht gut zu spaßen“: Die Verfilmung gehört zu den Kultmärchen der 1980er-Jahre. (Quelle: MDR/Czech Audiovisual Fond/Národní Filmový Archiv)

Selbst Luzifer reicht es irgendwann: Das Märchen „Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen“ verbindet Fantasie mit scharfer Gesellschaftskritik.

Filme greifen häufig gesellschaftliche Missstände oder aktuelle Themen auf und stellen sie unterhaltsam dar. Dabei setzen die Filmemacher auf kreative Geschichten, die auf den ersten Blick reines Entertainment bieten. Doch beim zweiten Hinsehen entpuppen sich selbst simple Märchen wie „Mit dem Teufel ist nicht gut zu spaßen“ als lehrreiches Stück.

Darum geht es in „Mit dem Teufel ist nicht gut zu spaßen“

Der junge Müllerssohn Peter (Vladimír Dlouhý) lebt allein mit seiner fiesen Stiefmutter Dorota (Jaroslava Kretschmerová) zusammen, nachdem sie aus purer Habgier Peters Vater ums Leben brachte. Um sich den Hof und die Mühle allein unter den Nagel zu reißen, schickt Dorota Peter an die Front und weit weg von seinem Zuhause.

Aus der Hölle beobachtet Luzifer (Karel Heřmánek) das Treiben. Geschockt von Dorotas Bösartigkeit, die selbst seine Gemeinheiten übersteigt, fasst der Herrscher der Hölle einen Plan: Er will Dorota holen, um sie für ihre Sünden zu bestrafen. Allerdings verzweifelt auch der Gefährte des Teufels, Janek (Ondřej Vetchý), an der Frau. Um Peter dennoch zu helfen, sucht Janek ihn an der Front auf.

Wie sehenswert ist „Mit dem Teufel ist nicht gut zu spaßen“?

Beim „International Festival of Films for Children and Young People“ gewann das Märchen 1985 in der Kategorie „Children’s Section“. Die turbulente Geschichte vom Teufel, der auf der Erde für Recht und Ordnung sorgen will, erzielt auch in der internationalen Filmdatenbank „IMDb“ einen Score von 8,0 von 10 möglichen Punkten.

Der Fantasyfilm läuft heute, am Samstag, 18. Juli 2026, um 10.30 Uhr im RBB. Auf den Streamingportalen steht das Märchen derzeit nicht zum Abruf bereit.

Tschechische Märchenerfolge

Wie das Filmmagazin „Cinema“ in seiner Kritik schreibt, zeigt sich das Märchen als „humorvolle, turbulent verpackte Gesellschaftskritik“. Genau diese Mischung machte das Erfolgsrezept der tschechischen Märchenfilme aus, die in den 1970er- und 1980er-Jahren besonders populär waren.

Im Falle von „Mit dem Teufel ist nicht gut zu spaßen“ liegt der Reiz darin, dass das Urböse unter den Menschen für Recht und Ordnung sorgt. Wenn es selbst dem Teufel zu viel wird, hat die Menschheit das Maß ihrer Freiheiten endgültig ausgereizt und den Bogen überspannt.

Weitere märchenhafte Höhepunkte, die vom Publikum noch heute geliebt werden, sind unter anderem „Galoschen des Glücks“ (1986), „Prinz und Abendstern“ (1978), „Frau Holle“ (1984), „Der Falkenkönig“ (1989) oder der ewige Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (1973).

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